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Mastbrook : Neue Hoffnung für das Ostlandhaus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Ostlandhaus, inoffizielles Wahrzeichen von Mastbrook, ist verkauft worden. Der neue Eigentümer kündigt Investitionen an.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2015 | 00:55 Uhr

Die Aussicht nimmt ihnen keiner. Sie ist noch so wie vor 40 Jahren. Die Bewohner des Ostlandhauses in Mastbrook haben viel erleben und ertragen müssen, ihr Zuhause wurde zum Spekulationsobjekt und verwahrloste zusehends. Nur auf den grandiosen Blick über ganz Rendsburg konnten sie allzeit stolz sein. Zumindest die Mieter in den obersten von elf Stockwerken.

Doch jetzt keimt wieder Hoffnung. Nach Jahren des Siechtums, einer Leerstand-Quote bei den Wohnungen von zuletzt 63 Prozent und im Ladenbereich von 100 Prozent tut sich etwas im weiß-grauen Klotz an der Ecke Schleswiger Chaussee/Ostlandstraße. Seit dem 1. Januar gibt es einen neuen Eigentümer. Markus Schwarz hat das Hochhaus als Privatmann gekauft und kündigt Investitionen an. Noch für dieses Jahr peilt der 46-jährige Hamburger die Vermietung aller 56 Wohnungen an. 35 waren verlassen, als ihm das Objekt zu Jahresbeginn übergeben wurde. Zwölf Einheiten wurden seit dem Eigentümerwechsel bereits an neue Hausbewohner übergeben. Acht weitere Mietverträge stehen nach Angaben von Schwarz vor dem Abschluss. „Die Vollvermietung innerhalb der nächsten sechs Monate ist das Ziel“, sagt der Investor, der bereits Mietshäuser in der Sylter und Bredstedter Straße in Rendsburg besitzt. Er sei seit 20 Jahren im Geschäft und auch in anderen Städten in Schleswig-Holstein auf dem Wohnungsmarkt aktiv, berichtet Schwarz. Das Ostlandhaus, sein größtes Einzelobjekt, übernahm der Hamburger von der Wohnungsbaugesellschaft Cosmo Solo MS Charly Reo. Den Kaufpreis behält Schwarz für sich. „Wir möchten, dass das Haus wieder lebendig wird“, sagt er. „Die Bausubstanz ist gut, die Fassade ist auch gut – das Haus ist nur über Jahre vernachlässigt worden.“ Die beiden Fahrstühle funktionieren zwar noch, mit einer Breite von unter einem Meter sind sie aber ein Nerventest für Personen mit Platzangst. Das Treppenhaus ist von oben bis unten mit Graffiti und Sprüchen bemalt. „Wir werden alles verschönern“, verspricht der neue Eigentümer. Vorrang habe die Vermietung der Wohnungen, danach werde man auch im Außenbereich Veränderungen vornehmen. Eine Baustelle sind auch die Gewerbeflächen im Erdgeschoss, wo es keinen Mieter mehr gibt und insgesamt rund 1000 Quadratmeter zu vergeben sind. Die größte Einheit misst laut Beschreibung auf einer Immobilienseite im Internet 830 Quadratmeter und zeigt zur Schleswiger Chaussee. Hinzu kommen ein leerstehendes Geschäft an der Ostlandstraße sowie ein halb so großer Laden im rückwärtigen Bereich, wo einst eine Filiale der Post existierte. Die Tiefgarage des Hauses bietet Platz für fast 60 Autos und ist nur zu 20 Prozent ausgelastet. Hier strebt Schwarz ebenfalls eine deutlich höhere Belegung an. „Wichtig ist, dass die Leute wissen, dass wieder jemand hinter dem Haus steht“, sagt der neue Besitzer.

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