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Neben Neumünster : Neue Erstaufnahme für 800 Flüchtlinge in Rendsburg geplant

vom

Der Flüchtlingsstrom nach Schleswig-Holstein reißt nicht ab. Das Innenministerium plant eine weitere neue Unterkunft.

Rendsburg | Das Innenministerium wird zum Ende der Woche in Rendsburg eine weitere Übergangseinrichtung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen eröffnen. Ein Containerdorf für insgesamt 800 Menschen soll auf einer Fläche von 4,1 Hektar in der St.-Peter-Ording-Straße im Norden Rendsburgs entstehen. Die ersten 150 Flüchtlinge werden am Sonnabend dort einziehen, kündigte Innenstaatssekretärin manuela Söller-Winkler während einer Pressekonferenz an. Einige Container stehen bereits auf dem Gelände. Zur Stunde wird weiter an dem Aufbau gearbeitet.

Derzeit treffen im Norden täglich zwischen 180 und 250 neue Flüchtlinge ein. Fast 1000 Menschen suchten allein in den ersten zwölf Augusttagen Zuflucht in Neumünster. Seit Jahresbeginn kamen bisher mehr als 10.500 Asylsuchende neu nach Schleswig-Holstein. Für das ganze Jahr rechnet das Land mit 20.000.  Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 7600.

Das Containerdorf solle eine Übergangslösung bleiben, sagte Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler. „Wir mussten angesichts eines weiter anhaltend hohen Zugangs an Asylsuchenden schnell handeln.“ Mindestens 18 Monate werde die Unterkunft auf der Fläche bleiben.

Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD) und Söller Winkler stellen sich am Montagabend auf einer Einwohnerversammlung den Fragen der Rendsburger.

Weitere Erstaufnahmeeinrichtungen gibt es bereits in Boostedt bei Neumünster, Seeth, Malente-Kiebitzhörn und Albersdorf. Sie sind überfüllt. Die seit einem Monat als Provisorium zur Erstaufnahme mitgenutzte Sporthalle der Gemeinschaftsschule in Neumünster-Brachenfeld beherbergt seit Donnerstagvormittag keine Flüchtlinge mehr. Sie kann damit zum neuen Schuljahr wie üblich genutzt werden.

Die Suche nach geeigneten Flächen werde zunehmend schwieriger, sagte die Innenstaatssekretärin. Man könne aber nicht warten, bis die geplanten Übergangserstaufnahmestellen in Kiel (Anfang September), Eggebek (Kreis Schleswig-Flensburg - Mitte Oktober) und Lübeck fertig sind, Für Lübeck stehen Ort und Zeit noch nicht fest.

„Die Menschen stehen jetzt vor der Tür und müssen eine Bleibe haben“, sagte Söller-Winkler. Sie dankte der Stadt Rendsburg und dem Kreis Rendsburg-Eckernförde für schnelle und konstruktive Hilfe. „Land und Kommunen haben wieder einmal gezeigt, dass man sich auch in schwierigen Situationen aufeinander verlassen kann.“

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erstellt am 13.Aug.2015 | 16:41 Uhr

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