Vor Neubau der Rader Hochbrücke : Neue Eiderbrücke soll 2022 fertig sein

bei dem eine 33-Jährige tödlich und ihr acht Monate alter Sohn schwer verletzt – Quelle: https://www.shz.de/20114402 ©2018
Blick auf die Eiderbrücke – rechts davon soll eine Behelfsquerung errichtet werden.

Der Baubeginn an der B77 ist für das Frühjahr 2019 geplant. Der Verkehr soll vierspurig über eine Behelfsbrücke laufen.

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12. Juni 2018, 10:54 Uhr

Rendsburg | Der Bau einer neuen Eiderbrücke im Verlauf der Bundesstraße 77 soll im Frühjahr 2019 beginnen. 2022 soll sie für den Verkehr freigegeben werden. „Wir haben damit eine zeitliche Reserve bis zum Start der Bauarbeiten an der Rader Hochbrücke. Das geht momentan auf“, sagte am Montag Matthias Paraknewitz, Chef der Rendsburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV.SH). Die Querung des Nord-Ostsee-Kanals im Zuge der Autobahn 7 soll ab 2023 durch einen Neubau ersetzt werden.

Die mehrfach verzögerte Sanierung des Kanaltunnels setzt Autofahrer seit sieben Jahren unter Stress. Die 1958 errichtete Eiderbrücke liegt nur etwa einen Kilometer nördlich davon. Paraknewitz zufolge hat sie das Ende ihrer Lebenszeit erreicht und muss ersetzt werden. Viele befürchten aber, dass eine weitere Baustelle auf der B77 für noch mehr Chaos sorgt. Paraknewitz beruhigt: „Ich glaube, dass wir da ein Minimum an Verkehrsbeschränkung haben.“

Begründung: Neben die bestehende Querung wird eine 70 Meter lange Behelfsbrücke gebaut, über die der Verkehr nach wie vor vierspurig und ohne höhere Gewichtsbeschränkung fließen soll. Erlaubt wird, in Abstimmung mit der Verkehrsaufsicht, wahrscheinlich Tempo 80. Auf Wunsch des Caravan-Herstellers Hobby wird mit Rücksicht auf Wohnwagengespanne zudem eine weitgehend ebene Straßenführung hergestellt. „Dazu braucht man einen größeren Bogen.“ Die Behelfsbrücke wird weiter in die Landschaft hineingebaut.

Bestehender Straßenverlauf soll beibehalten werden

Das Provisorium soll südwestlich der bisherigen Trasse auf der Seite des Stadtteils Hohe Luft und der Reitanlage Klint verlaufen. Gegenüber werden zwei Baustraßen angelegt, die von der B77 abzweigen und zu beiden Eiderufern hinabführen sollen. Auch der Schutt wird über die Bundesstraße abgefahren.

Nachteil der Behelfsbrücke: Der Verkehr muss mit leichten Kurven hinauf- und hinabgeleitet werden. Das ist der Grund dafür, nicht gleich eine neue dauerhafte Eiderquerung neben die alte Brücke zu setzen. Der bestehende Straßenverlauf ist Paraknewitz zufolge ideal und soll beibehalten werden.

Der Bund wird 14 Millionen Euro in das Projekt investieren. Zeitplan: Ein Jahr lang wird die Behelfsbrücke gebaut. Bis zu sechs Monate dauert der Abbruch der alten Querung, bis zu zwei Jahre der Neubau. Ein halbes Jahr ist für den Abriss des Bypasses angesetzt. Es sei Aufgabe der Baufirma, diese Abschnitte so zu verschachteln, dass die Bauzeit von drei Jahren nicht überschritten wird. Der Rad- und Fußweg unter der Brücke wird ebenfalls saniert. Während der Bauarbeiten kommt es aber zu Einschränkungen.

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