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Klettern im Erlebnisbad : Neue Attraktion in Büdelsdorf: Höhenflüge im Niedrigseilgarten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Dass Naturerlebnisbad Büdelsdorf startet mit einem Einweihungsfest in die Saison.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2017 | 12:00 Uhr

Hochseilgärten sind vielerorts bekannt. Dass auch Niedrigseilgärten eine Menge Spaß bereiten können, will das Naturerlebnisbad Büdelsdorf, Hermann-Ehlers-Platz 13, seinen Gästen in der anstehenden Sommersaison beweisen.

Am Himmelfahrtstag, 25. Mai, wurde Saisoneröffnung gefeiert; im Mittelpunkt steht die Einweihung eines neuen Seilgartens. Bis dahin mussten sich Kletterfreunde noch gedulden – mit Ausnahme von Bastian (13) und Linus (8) Gutzmer, die im Rahmen eines Pressetermins mit der Landeszeitung als inoffizielle Premieren-Nutzer probeklettern durften. „Das hat richtig Spaß gemacht“, zeigte sich Linus begeistert, nachdem er den insgesamt 50 Meter langen Parcours, der zwischen großen Bäumen aufgespannt ist, zum ersten Mal durchlaufen hatte.

Fünf Elemente gilt es zu meistern: Eine Seilbahnfahrt, drei Stationen, bei denen man sich auf wackligen Holzbalken und -brettern von Seil zu Seil hangeln muss, und schließlich die „Burma-Brücke“, eine allein aus Seilschlaufen bestehende Verbindung zwischen zwei Bäumen. Für Bastian stellte sie die herausforderndste Passage des Rundkurses dar: „Es war superanstrengend für mich, dort das Gleichgewicht zu halten“, bekannte er.

Im Büdelsdorfer Seilgarten die Balance zu verlieren, bedeutet allerdings keinen Beinbruch – die Kletterelemente befinden sich etwa in Kniehöhe, so dass keine ernsthafte Verletzungsgefahr besteht. Für Geschäftsführer Hartmut Wiemer war genau das der Grund, sich für einen Niedrigseilgarten zu entscheiden: „Er ist viel unkomplizierter zu betreiben als ein Hochseilgarten. Man braucht keine Sicherungsseile und kein großes Aufsichtspersonal, außerdem können sehr viele Leute gleichzeitig klettern“, erklärte der 56-Jährige die Vorteile.

Die Idee für das Projekt entstand im vergangenen Herbst. „Wir wollten eine neue Attraktion schaffen. Da dachte ich mir: Der Platz zwischen den Bäumen bietet sich förmlich für eine Kletteranlage an. Inspiration boten mir sicherlich auch meine regelmäßigen Besuche im Hochseilgarten in Eckernförde“, berichtete Wiemer. Der Aufbau der Anlage ging zügig vonstatten: Der Bau begann im März, mittlerweile fehlen „nur noch ein paar Kletterhilfen“, so der Geschäftsführer. Getragen wird das insgesamt zirka 10.000 Euro teure Projekt durch Spenden des Ortsvereins Büdelsdorf des Deutschen Roten Kreuzes, der Stiftung Sparkasse Büdelsdorf sowie des Fördervereins des Erlebnisbads.

„Der Seilgarten wird der Renner“, ist sich Wiemer sicher. Die neue Attraktion komplettiere das ohnehin schon reichhaltige Angebot: „Wir bieten Flächen für Beachvolleyball und Beachfußball an, außerdem haben wir eine Hüpfwiese und einen eigenen Spielplatz – ideal für Familien“, fasste der 56-Jährige zusammen. Hinzu kommt natürlich das große Schwimmbecken – mit chlorfreiem Wasser. „Das wissen unsere Kunden sehr zu schätzen“, sagte Wiemer. Damit trotzdem maximale Hygiene gewährleistet ist, wird das Wasser in einem neben dem Schwimmbadareal gelegenen und mit 3000 Tonnen Kieselsteinen gefüllten Regenerationsteich gereinigt – „die biologische Alternative zum Chlor“, so Wiemer.

Er sieht sein Erlebnisbad für die anstehende Saison optimal gerüstet, weiß allerdings, dass der entscheidende Faktor für die Besucherzahl letztlich das Wetter ist: „Der Saisonerfolg hängt in unserer Branche maßgeblich von Petrus ab. Letztes Jahr hatten wir einen regnerischen Juli; es wurde der schlechteste Sommermonat, den wir je hatten. Trotzdem wurde es am Ende noch eine Rekordsaison für uns – der September war nämlich wunderschön sonnig und bescherte uns auf diese Weise ein tolles Finale“, sagte er.

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