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Ab 1. Januar : Neue Ära im Rendsburger Stadtverkehr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am Neujahrsmorgen übernimmt der Konzern Transdev Nord den Bus-Liniendienst im Raum Rendsburg. Preise und Streckennetz bleiben unverändert – nur die Fahrzeuge sehen anders aus. Und sind fast frei von Werbung.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2016 | 06:00 Uhr

Die ersten Busse im neuen Design stehen bereits auf einem Betriebsgelände an der Friedrichstädter Straße. Sieben Fahrzeuge, alle frisch vom Band, trafen kurz vor Weihnachten in Rendsburg ein. Mitarbeiter waren gestern damit beschäftigt, sie für den Liniendienst vorzubereiten. Motoren wurden in den Leerlauf versetzt, um Batterien aufzuladen, damit es am Neujahrsmorgen zu keiner Panne kommt. Denn an diesem Tag übernimmt der Konzern Transdev Nord mit Sitz in Berlin den Busverkehr im Raum Rendsburg. Der Kreis hatte sich im Mai für den Betreiber aus der Hauptstadt entschieden. Vor allem aus Kostengründen. Durch die Neuvergabe der Konzession spart man knapp eine Million Euro im Jahr ein. Die Rendsburger Firma T.  H. Sievers hatte die europaweite Ausschreibung verloren. Für das Unternehmen endet mit dem Flottenwechsel eine 83 Jahre währende Ära – und zwar auf den Tag genau (siehe Bericht unten).

Der erste Transdev-Bus wird sich am 1. Januar um 8.34 Uhr in Bewegung setzen. Die Linie 11 führt von der Weberstraße im Stadtteil Hoheluft bis ins Büdelsdorfer Stadion. Fahrzeit laut Plan: 33 Minuten. Beim Streckennetz gibt es keine Veränderungen. Auch Taktung, Preise und Bushaltestellen bleiben gleich. Die meisten Fahrer werden den Stammkunden des Stadtverkehrs ebenfalls bekannt vorkommen. Transdev musste 35 Mitarbeiter von T.H. Sievers übernehmen. Hinzu kommen vier Fahrer von anderen Unternehmen, mit denen Transdev kooperiert. Graf Recke aus Schacht-Audorf und Wriedt-Reisen aus Schleswig übernehmen einen Teil der Leistungen, zu denen der Betreiber vertraglich verpflichtet ist. Gefahren wird der Stadtverkehr künftig unter der Marke Norddeutsche Verkehrsbetriebe, kurz NVB. Rund 4000 Kilometer legen alle Busse an einem durchschnittlichen Schulwerktag zurück. „Unser großes Ziel ist es, einen reibungslosen Übergang hinzukriegen“, erklärt Elfi Lang, die Verantwortliche für den Standort Rendsburg bei Transdev Nord. Bis auf die neuen Busse werde es für die Stammkunden des Stadtverkehrs keine Veränderungen heben. „Sie werden ihre vertrauten Fahrer wiedererkennen.“

Den Schalter im Pavillon am ZOB übernimmt der neue Betreiber, die Hallen von T.  H. Sievers an der Kieler Straße hingegen nicht. Transdev Nord lässt wenige hundert Meter weiter nördlich einen Betriebshof mit Waschplatz, Tankanlage, Verwaltungsräumen sowie Toiletten und Pausenraum errichten. Bis zu 30 Fahrzeuge sollen auf dem 4200-Quadratmeter-Areal an der Lise-Meitner-Straße Platz finden. Baubeginn ist am 16. Januar. „Wir hoffen, dass der Betriebshof Mitte April fertig ist“, so Lang.

Bis dahin werden die Busse auf einem Werksgelände an der Friedrichstädter Straße geparkt und gewartet. Auch dort stehen eine Waschanlage und mehrere Werkstätten zur Verfügung. Elfi Lang ist mit den Vorbereitungen zufrieden: „In Rendsburg haben wir große Unterstützung erhalten.“ Die Fahrer wurden in die mintfarben und blau lackierten Busse, auf denen nur Werbung für die landeseigene Verkehrsgesellschaft Nah.SH erlaubt ist, eingewiesen. „Sicherheit steht bei uns an oberster Stelle.“

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