Stadtentwicklung : Neubaugebiet mit 23 Jahren Vorgeschichte

Blick auf die Schleswiger Chaussee am Abzweig zur Erstaufnahmeeinrichtung. In diesem Bereich soll ein Kreisel mit Zufahrt in das Baugebiet entstehen, das auf den Heitmann’schen Koppeln im Hintergrund ausgewiesen wird. Im linken Teil der abgebildeten Wiese könnte eine Kita entstehen.
Blick auf die Schleswiger Chaussee am Abzweig zur Erstaufnahmeeinrichtung. In diesem Bereich soll ein Kreisel mit Zufahrt in das Baugebiet entstehen, das auf den Heitmann’schen Koppeln im Hintergrund ausgewiesen wird. Im linken Teil der abgebildeten Wiese könnte eine Kita entstehen.

Rat beschließt heute über Heitmann’sche Koppeln

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22. März 2018, 11:02 Uhr

Rendsburg | In den Orten rund um Rendsburg sprießen Neubaugebiete aus dem Boden. Jetzt zieht die Kreisstadt nach. Auf einer grünen Wiese in Mastbrook an der Schleswiger Chaussee soll ein 7,8 Hektar großes Neubaugebiet mit Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern entstehen. Die sogenannten Heitmann’schen Koppeln liegen gegenüber der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne und gehören der Stadt.

Mehr als zwei Jahrzehnte kamen die Planungen nicht voran (siehe Infokasten). Zuletzt war unklar, wie die Stadt die Erschließung, das heißt Straßen, Kanalisation, Spielplatz und Lärmschutzwall, bezahlen soll. Der neue Plan: Ein Investor soll das Bauland kaufen, die Erschließungsanlagen bauen und der Stadt kostenlos überlassen. Dafür darf er die Grundstücke vermarkten. Der Bau- und der Finanzausschuss sprachen sich während ihren jüngsten Sitzungen jeweils einstimmig dafür aus, dass die Verwaltung solch einen Käufer suchen soll. Heute steht der Beschluss der Ratsversammlung an. Sie tagt ab 16 Uhr im Alten Rathaus.

Die Hauptzufahrt zu dem Gebiet soll gegenüber der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne liegen. Dazu wird auf der Schleswiger Chaussee ein Kreisel gebaut. Von der Innenstadt aus gesehen hinter dem Kreisverkehr ist ein Grundstück für soziale Zwecke wie etwa eine Kita vorgesehen. Verkehrsberuhigte Zonen sowie Rad- und Fußwege sollen das Gebiet durchziehen.

Bebaut werden können etwa 4,5 Hektar. Die Stadt will diese Fläche zu einem Grundstückspreis von 22,50 Euro pro Quadratmeter und damit für rund eine Million Euro verkaufen. Gibt die Ratsversammlung heute grünes Licht, soll die Verwaltung formlos nach Interessenten suchen. „Diese sollen auch bewerten, ob sie mit dem B-Plan von 2005 zurechtkommen oder ob dieser angepasst werden muss“, erläuterte Bauamtsleiter Frank Thomsen. Sobald der Plan festgezurrt ist, wird die Stadt den Grundstückskauf samt Erschließung ausschreiben. „Daher kann noch kein seriöser Zeitplan angegeben werden.“ Auch die Grundstücksgrößen stehen noch nicht fest.

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