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Neuer Fachdienst : Naturschutzbehörde wird schon wieder umgebaut

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Leiter verlässt die Kreisverwaltung. Der neue Fachdienst „Umwelt“ ist auch zuständig für Bodenschutz und Abfall.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 15:34 Uhr

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises ist erst vor zwei Jahren zum eigenen Fachdienst erhoben worden – nun wird sie wieder zur Fachgruppe herabgestuft. Das habe aber nur Vorteile, beteuern Verwaltung und Politik. Der Naturschutz im Kreis Rendsburg-Eckernförde erfahre dadurch sogar noch mehr Aufmerksamkeit.

Anlass für den Umbau im Fachbereich „Umwelt, Kommunal- und Ordnungswesen“ von Dr. Thilo Rohlfs ist laut einer Vorlage für den kommenden Hauptausschuss die Kündigung von Knut Torsten Arp (46). Der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde verlässt die Verwaltung auf eigenen Wunsch zum Ende des Monats. Diese Gelegenheit nutzt die Verwaltung, um die Fachdienste „Wasser, Bodenschutz und Abfall“ und „Untere Naturschutzbehörde“ unter dem Begriff „Umwelt“ zusammenzufassen. Der neue Fachdienst besteht künftig aus den untergeordneten Fachgruppen „Bodenschutz und Abfall“, „Wasserbehörde“ und „Untere Naturschutzbehörde“. Dadurch wird eine Leitungsstelle auf der Ebene der Fachdienste gespart. Zudem entsprach die Naturschutzabteilung mit zehn Mitarbeitern nicht mehr den Vorstellungen von Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer, der im Juni für Fachdienste eine Mindestgröße von 20 Mitarbeitern festgelegt hatte. „Ich habe ein Interesse daran, meinen Fachbereich nicht allzu kleinteilig werden zu lassen“, sagte Thilo Rohlfs zu dem Vorhaben. Dass die Untere Naturschutzbehörde vor zwei Jahren aus der Zuständigkeit der Bauaufsicht gelöst wurde und nun jedoch wieder einem anderen Fachdienst unterstellt wird, will er nicht als Ziellosigkeit in der Verwaltung verstanden wissen. „Die Behörde führte damals ein Schattendasein. Das Ziel war aber, Naturschutzthemen ein größeres Gewicht zu geben“, sagte er zur Landeszeitung. Das werde mit der neuen Umstrukturierung weiter verfolgt. Im Unterschied zu damals erhalte sie nun einen eigenen Fachgruppenleiter. Die Stelle werde demnächst ausgeschrieben. Der neue Leiter könne sich mehr um Sachaufgaben kümmern, weil originäre Führungsaufgaben wie Personal- oder Budgetfragen künftig der neue Fachdienstleiter „Umwelt“ übernehme.

„Unterm Strich profitiert die Untere Naturschutzbehörde“, sagt auch Armin Rösener, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Deshalb begrüße seine Fraktion die Pläne. CDU und SPD äußerten sich ähnlich.

Knut Torsten Arp verlässt die Kreisverwaltung, um eine Leitungsfunktion in einem Unternehmen an seinem Heimatort Albersdorf zu übernehmen. Der Kontakt zu der Firma sei über seine Nebentätigkeit als Geschäftsführer einer Biogasanlage in Nordhastedt entstanden. Die übte er mit Wissen des Kreises bereits vor Antritt seines Dienstes bei der Unteren Naturschutzbehörde vor zwei Jahren aus und hält sie bis heute aufrecht. „Die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde sind spannend, ich habe sie immer gern übernommen“, sagte Arp zur Landeszeitung.

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