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„Geschützte Vögel gefährdet“ : Naturschutzbehörde untersagt Feuerwerk zum Hobby-Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Abschluss des großen Straßenfestes zum 50-Jahr-Jubiläum der Hobby-Werke fällt ins Wasser.

Ein Feuerwerk zum 50-jährigen Bestehen der Hobby-Werke wird es nicht geben. Wie Unternehmensgründer Harald Striewski gestern mitteilte, hat die Untere Naturschutzbehörde entsprechende Pläne aus artenschutzrechtlichen Gründen und mit Verweis auf das Naturschutzgebiet Fockbeker Moor untersagt. Hobby wollte am Sonntag, 30. April, ab 22 Uhr zum Abschluss seines großen Straßenfestes für Mitarbeiter und Bürger ein Höhenfeuerwerk von 30 Minuten Dauer abbrennen. Zu dem Fest werden zwischen 30  000 und 40  000 Menschen erwartet.

„Ich nehme das mit sehr großem Bedauern zur Kenntnis, dass es in Schleswig-Holstein offenbar nicht mehr möglich ist, Menschen Freude zu schenken“, sagte Harald Striewski. Er werde die Verfügung des Kreises jedoch akzeptieren und keine rechtlichen Schritte einleiten, auch wenn der Bescheid von der falschen Annahme ausgehe, dass die Entfernung zum Moor nur 400 Meter beträgt. Tatsächlich seien es 1500 Meter. Striewski: „Wir werden dennoch alles versuchen, um ein beeindruckendes Fest auf den Weg zu bringen.“ Das sei ein Dankeschön an Beschäftigte und Einwohner.

Die Kreisverwaltung begründet ihre Ordnungsverfügung unter anderem damit, dass der Termin für das Feuerwerk in die Brut- und Setzzeit falle. Für das Fockbeker Moor lägen umfangreiche Nachweise für europäische Vogelarten vor, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt sind. „Bei Feuerwerken sind Flucht- und Panikreaktionen von Vögeln zu erwarten, die zum Verlust von Bruten führen können“, so der Kreis. Für den Fall, dass Hobby gegen das Verbot verstoßen sollte, droht der Kreis dem Unternehmen ein Zwangsgeld über 2000 Euro an.

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erstellt am 25.Apr.2017 | 08:49 Uhr

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