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Kreis Rendsburg-Eckernförde : Naturparke fürchten Verlust

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Kreis berät eine neue Förderungsrichtlinie. Unterdessen wurde der erste Tourist-Info-Punkt eingeweiht.

Die Naturparke in Rendsburg-Eckernförde befürchten, dass ihnen der Kreis im kommenden Jahr weniger Geld zur Verfügung stellt. Das erwarte er, wenn die neue Richtlinie dazu vom Regionalentwicklungsausschuss im Juni beschlossen wird, sagte der Vorsitzende des Naturparkvereins Hüttener Berge, Hans-Claus Schnack, zur Landeszeitung. Unterdessen wurden in den Hüttener Bergen neue Tourist-Info-Punkte eingeweiht. Sie ersetzen die zentrale Anlaufstelle „Redderhus“ in Holzbunge. Es war Ende 2013 geschlossen worden. Zudem vermarktet die Eckernförder Touristik- und Marketinggesellschaft (ETMG) auch in den nächsten fünf Jahren die touristische Vermarktung der Hüttener Berge. Dazu ist gestern von der Amtsverwaltung Hüttener Berge und der Stadt Eckernförde ein Vertrag unterzeichnet worden. 15 000 Euro zahlt das Amt pro Jahr dafür an die ETMG.

Die neue Richtlinie sieht vor, dass die Förderungshöchstsumme des Kreises nicht mehr nach festen Beträgen, sondern prozentual ausgezahlt wird. Von den 72 000 Euro jährlich erhalten die Naturparke Hüttener Berge und Westensee rund 33 Prozent (vorher je 25 000 Euro), der Naturpark Aukrug 21 Prozent (16 500 Euro) und der Naturpark Schlei elf Protent (8500 Euro). Laut Fachbereichsleiter Regionalentwicklung, Dr. Martin Kruse, handelt es sich um eine Verwaltungsvereinfachung. Hans-Claus Schnack jedoch sieht darin einen Schritt, die Förderung im Sinne der Haushaltskonsolidierung zurückzufahren. Er befürchtet, dass sich dann auch die Ämter als Geldgeber zurückziehen. Zudem sieht er die in der Richtlinie vorgeschlagene Praxis kritisch, dass die Vereine einzelne Projekte bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises beantragen müssen, um an das Geld zu kommen. „Die können das gar nicht beurteilen“, sagte er. Bis jetzt habe es ausgereicht, nach dem Wirtschaftsjahr Rechenschaft abzulegen. Die Unterhaltung der Park-Einrichtungen werde sehr erschwert.

Der erste neue Tourist-Info-Punkt der Hüttener Berge befindet sich im Hotel Töpferhaus in Alt Duvenstedt. Weitere sollen folgen, etwa in der Globetrotter-Lodge.

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erstellt am 16.Mai.2014 | 11:38 Uhr

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