Naturpark baut auf Kreiszuschuss

Die Region Hüttener Berge soll mehr vermarktet werden.  Foto: Messerschmidt (2)
Die Region Hüttener Berge soll mehr vermarktet werden. Foto: Messerschmidt (2)

Hauptversammlung beim Naturparkverein Hüttener Berge bestätigt Hans Ulrich (Damendorf) als 2. Vorsitzenden

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02. Juli 2013, 03:59 Uhr

Gross Wittensee | Viel bewegt hat der Naturparkverein Hüttener Berge in den vergangenen zwölf Monaten. Dabei war das Besucherlenkungs- und Informationssystem das umfangreichste Projekt gewesen, berichtete der Vereinsvorsitzende Hans-Claus Schnack den rund 30 Gästen in der Mitgliederversammlung im "Schützenhof".

Zwar habe man bereits vor einem Jahr den Zuwendungsbescheid für die Ausweisung und Beschilderung von Routen durch den Naturpark erhalten. Beim Genehmigungsverfahren habe es dann aber immer wieder gehakt. Für das Anbringen der Schilder und das Aufstellen der Ortseingangstore seien Gespräche insbesondere mit der Straßenbauverwaltung erforderlich gewesen.

Seit Mai ist die Beschilderung aber fertig. Schnack dankte vor allem der Bünsdorfer Landjugend mit deren Hilfe die Schilder aufgestellt werden konnten (wir berichteten).

Bereits erhältlich ist eine Broschüre mit 27 Wander- und Radrouten durch die Hüttener Berge. Die Rundwege führen durch die Brekendorfer Forsten, die Sorgwohlder Binnendünen, um den Wittensee und Bistensee oder auf den Aschberg.

Am Herzen liegt Hans-Claus Schnack aber noch ein Wanderweg von Bünsdorf über Wentorf nach Haby. Hier seien aber noch Gespräche mit den Landeigentümern nötig.

Der Kassenbericht machte deutlich, wie wichtig der jährliche Kreiszuschuss in Höhe von 25 000 Euro für den Verein ist. Doch gerade diese plant der Kreis Rendsburg-Eckernförde im Rahmen der Haushaltskonsolidierung ab 2014 zu streichen. "Wir haben einen Naturparkplan erstellt, an dem rund 200 Personen mitgearbeitet haben", erinnerte Schnack an die Anfänge, als der Verein den Naturpark vom Kreis übernahm. Diese Arbeit sei nun gefährdet. "Ohne finanzielle Hilfe geht es nicht", betonte der Klein Wittenseer.

Schnack hofft, dass auch für die künftige Nutzung des "Redderhus-Krogs" eine Lösung gefunden wird. Die Gaststätte ist weiterhin ohne Pächter.

Gastreferent am Donnerstagabend war Pascale Ledune, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Er betonte, dass Tourismus als Wirtschaftsfaktor begriffen werden müsse. Orte, die sich um Touristen bemühen und sich entsprechend gestalten, seien auch ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Bei der Anwerbung von Unternehmen seien touristisch geprägte Standorte im Vorteil, so Ledune, der aber auch ganz neue Wege der Vermarktung gehen will, um die Region bekannter zu machen. Dabei werde auf Erfahrungen vergangener Messen zurückgegriffen. Noch in diesem Jahr präsentiert sich der Kreis Rendsburg-Eckernförde daher in Dortmund an einem öffentlichen Platz. Mit im Gepäck sind verschiedene touristische Angebote für die, die die Region kennen lernen wollen.

Am 27. Juli findet rund um das Tourist-Informationszentrum "Redderhus" ein Sommerfest statt. Von 10 bis 17.30 Uhr werden für Kinder und Erwachsene Exkursionen, Spiele und Aktionen geboten.

Geplante Projekte sind der Fitnessparcours um den Wittensee mit zehn Geräten in Haby, Bünsdorf, Klein- und Groß Wittensee und ein Sommerbiathlon im August rund um den Rammsee.

Hans Ulrich (Damendorf) wurde als 2. Vorsitzender bestätigt, ebenso Friedrich Bartmann (Ahlefeld-Bistensee) als Beisitzer. Neuer Kassenprüfer ist Torsten Schulz (Bünsdorf).

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