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Nachwuchsfreude: Frühlingserwachen im Arche-Tierpark

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ferkel, Kälber und Zicklein sorgen für Aufregung in den Gehegen

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 14:26 Uhr

Es meckert, grunzt und muht derzeit besonders laut im Tierpark Arche Warder. Der erste Nachwuchs der Saison hat das Licht der Welt erblickt und hält nicht nur die Pfleger in Atem.

Besonders froh sei der Tierpark über einen Wurf von Dänischen Sortbroget-Schweinen oder Glöckchenschweinen, sagte Tierparkmitarbeiterin Lisa Iwon. In der Nacht zu Donnerstag kamen die kleinen Ferkel zur Welt. Seitdem liegen sie mit ihrer Mutter in einer Box auf einer Wärmematte und genießen die gegenseitige Nähe. Es gebe nur noch rund 160 Glöckchenschweine weltweit, deshalb sorge der Wurf für große Freude.

Die Tiere hätten ihren Namen durch Beulen am Hals, die allerdings nur bei rund einem Drittel aller Tiere der Rassen vorkommen, so Lisa Iwon. Wenn die Temperaturen erst einmal steigen, seien die Tiere auch aktiver. Während die meisten Ferkelchen in einem dichten Knäuel schliefen, wagte sich eines aus der wärmenden Komfortzone heraus, um das Gehege ein bisschen zu erkunden. Schnell stellte es aber fest, dass es bei seinen Brüdern und Schwestern viel gemütlicher ist. Und drängelte sich genau in die Mitte der schläfrigen Bande.

Aber nicht nur bei den Sortbroget-Schweinen ist Nachwuchs da. Auch bei den Deutschen Schwarzbunten Niederungsrindern war Stimmung auf der Koppel. „Ulita“ heißt der Zuwachs und tollt zwischen den erwachsenen Artgenossen über die Wiese. Auch wenn das Kälbchen erst vor etwas über einer Woche geboren wurde, so war sein Entdeckerdrang schon stark ausgeprägt. Keine Angst vor dem Ochsen „Lille“, der wie ein schwarz-weißer Berg neben dem Kälbchen wirkte, aber friedlich und in aller Ruhe widerkäute. Normalerweise könnte man die Tiere mit den gängigen Hochleistungsrindern verwechseln, sagte Lisa Iwon, aber die Niederungsrinder geben weniger Milch mit einem höheren Eiweiß- und Fettanteil.

Auch bei den Bunten Bentheimer Schweinen sei der erste Nachwuchs da, sagte die Tierpark-Mitarbeiterin. So langsam komme das Frühlingserwachen im Tierpark an, aber in den Nächten werde es immer noch sehr kalt. Spätestens zu Ostern werde der Nachwuchs bei den Schafen und Ziegen erwartet. Ein erstes Zicklein ist aber Mittwoch geboren worden. Am Freitag versteckte es sich noch schüchtern in den Armen der Auszubildenden Sina Grünewald. So recht mochte sich das junge Tier den Besuchern noch nicht zeigen. Erst wenn die Verstärkung in einigen Wochen da ist, wird das Schauhaus wieder mit jeder Menge Aktivität gefüllt.

Wie es mit den Sortbroget-Ferkelchen weitergehe, wisse die Tierpark-Leitung noch nicht genau, meinte Lisa Iwon. Da der Bestand weltweit schon sehr gering sei, werde es schwer, Züchter mit geeigneten Tieren zu finden. Das Muttertier sei beispielsweise das einzige Exemplar der Rasse im Tierpark. Wenn es eine Möglichkeit gebe, eine weitere Sau oder einen Eber dazuzukaufen, wäre es ideal. „Wir sind ständig auf der Suche“, sagte Lisa Iwon.

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