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Aukrug und Bovenau : Nachwuchs gestaltet seine Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kinder- und Jugendbeiräte in Aukrug und Bovenau bringen sich ins kommunale Leben ein – von Freizeitaktivitäten bis Politik.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2017 | 11:02 Uhr

Die Kinder- und Jugendbeiräte in Bovenau und Aukrug könnten verschiedener nicht sein: In Bovenau mischt der Nachwuchs seit 2008 in der Kommunalpolitik mit, erste Erfolge kann die Gruppe schon verzeichnen. In Aukrug besteht der Beirat erst seit 2014. Die Aufgaben sind noch nicht zu 100 Prozent geklärt, die Jugendlichen sind noch in der Findungsphase.

„Wir wurden am Anfang ganz schön ins kalte Wasser geworfen“, erinnert sich Leonie Liebscher, Vorsitzende des Aukruger Kinder- und Jugendbeirats, an ihre erste Zeit in dem Gremium. „Uns war nicht klar, was unsere Aufgaben sind. Ich war mit der Situation ein bisschen überfordert.“ So wurde es nach der Gründung erst einmal still um den Jugendbeirat in Aukrug. Seit ein paar Monaten kommt aber Bewegung rein. „Viel haben wir Christa Bronisefski zu verdanken“, sagt Liebscher. Das Gemeindemitglied half den Jugendlichen dabei, Flyer, Visitenkarten und Pullover zu gestalten. „Mit Christas Hilfe können wir den Jugendbeirat populär machen.“ Ideen und Pläne haben die Jugendlichen genug. „Wir möchten einen Spieleabend für Flüchtlinge und Zugezogene organisieren“, sagt Louisa Liebscher. „Wir wollen einen Platz schaffen, an dem sich Jugendliche treffen und Freundschaften schließen können.“

Neben Freizeitaktivitäten ist den Jugendlichen der politische Aspekt sehr wichtig. Unter dem Motto „Gestalte deine Zukunft mit“ wollen die Aukruger für das Thema begeistern. „In der Schule kommt Politik zu kurz“, sagt Nele Preutenborbeck. „Dadurch wissen viele gar nicht, was sie für Rechte haben und verlieren das Interesse an Politik.“ Gerade im Hinblick auf die kommende Landtagswahl sei es wichtig, dass man sich informiert. „Viele wissen gar nicht, wen sie wählen sollen“, sagt Preutenborbeck. „Dabei betrifft uns Politik jeden Tag, sofern man das Haus verlässt.“

Der Kinder- und Jugendbeirat in Bovenau zeigt, wie ein Gremium aussehen kann, wenn erste Kinderkrankheiten auskuriert sind. Die Mitglieder blicken auf eine lange Projekt-Liste zurück. Unter anderem setzte sich der Beirat für eine zusätzliche Bushaltestelle für die Schüler der Umgebung ein und stellte einen Antrag für abschließbare Fahrrad-Container am Bredenbeker Bahnhof. Seit 2008 vertreten die Sechs- bis 18-Jährigen die Belange der Dorfjugend. Von Anfang an mit dabei ist Hannes Thoms. Dem 16-Jährigen ist es wichtig, sich in der Dorfgemeinschaft einzubringen. „Ich möchte die Dinge nicht so vor sich hindümpeln lassen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Beirats. Ähnlich ist es bei Bjarne Jeß. „Es ist wichtig zu wissen, was im Dorf passiert“, so der 17-Jährige. „Auch die Fahrten, die wir organisieren, sind klasse. Wir haben beispielsweise schon einen Ausflug nach Berlin und ins Wattforum nach Tönning gemacht“, so Jeß.

Bei den Treffen ist auch immer der Bürgermeister, Jürgen Liebsch, sowie die Vorsitzende des Beirats, Ulrike Prager anwesend. Prager und Liebsch fühlen sich für die Jugendlichen und ihre Arbeit verantwortlich. „Die Kontinuität im Ausschuss ist toll“, lobte der Bürgermeister. „Der große Vorteil für die Jugendlichen ist der kurze Weg“, so Liebsch. „Wenn sie ihre Probleme direkt bei uns vortragen, wird außerdem deutlich, dass sie wirklich wichtig sind.“

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