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Owschlag : Nachtschichten unter der Brücke

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Anwohner müssen mit Lärm rechnen: Die Bahnüberführung auf der Landesstraße 265 in Owschlag wird saniert. Um den Zugverkehr nicht zu gefährden, sind auch Nachtschichten geplant.

Der Beton bröckelt. Der Asphalt hat Risse. Wieder einmal ist eine Brücke zu einem Sanierungsfall geworden. Der Streckenabschnitt auf der Landesstraße 265 in Owschlag, der die Eisenbahnstrecke von Neumünster nach Flensburg überbrückt, ist marode und soll repariert werden. Am Montag, 25. August, beginnen die Arbeiten. Knapp zwei Monate lang werden die Baufahrzeuge Vorfahrt haben. Die Instandsetzung wird voraussichtlich bis zum 10. Oktober dauern.

„Die Bauarbeiten sind aus Gründen der Verkehrssicherheit und für den dauerhaften Substanzerhalt des Bauwerkes erforderlich“, heißt es aus der Niederlassung Rendsburg im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV). Daher wird um Verständnis gebeten. Denn die Autofahrer müssen mit Behinderungen rechnen. Der Baustellenbereich soll wegen der Arbeiten halbseitig gesperrt und durch eine Ampelanlage geregelt werden.

Doch nicht nur der Autoverkehr wird durch die Fahrbahnsanierung beeinflusst. Auch die Anwohner im Bereich der Baustelle sind betroffen. Sie müssen mit Lärm rechnen und sich sogar auf vier unruhige Nächte einstellen. Denn der Beton der Brücke muss auch auf der Unterseite saniert werden. Die Arbeiten können jedoch nur nachts geleistet werden, um den Zugverkehr nicht zu stören und zu gefährden. „Wegen der hohen Auslastung der Eisenbahnstrecke gestattet die Deutsche Bahn die Sanierungsarbeiten im Bereich der Gleise nur in Nachtschichten“, teilt der Landesbetrieb Straßenbau mit.

Der Schlaf der Anwohner kann also gestört werden, wenn in den Nächten vom 10. bis zum 14. September, die Sandstrahler und andere Maschinen gestartet werden. Tagsüber wird es vor allem in dem Zeitraum von Montag, 1. September, bis Freitag, 19. September, jeweils von 7 bis 17 Uhr, laut. Dann wird der Beton an der Brückenunterseite außerhalb der Gleise bearbeitet.

Sowohl am Tag als auch in der Nacht erhöht sich der Lärmpegel neben den üblichen Geräuschen einer Baustelle noch um weitere unüberhörbares Töne. Der Landesbetrieb kündigt an, dass es notwendig sei, die Bauarbeiter an den Gleisen besonders abzusichern. Daher wird ein akustisches Warnsystem ausgelöst, wenn sich ein Zug nähert. Und dieses Hupen des Signalhorns muss einen Presslufthammer noch übertönen.

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erstellt am 23.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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