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Brandschutz : Nachbarn helfen, wenn es brennt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jahrsdorfer Feuerwehr löst sich auf / Hohenwestedt übernimmt Brandschutz

Einstimmig haben sich die Jahrsdorfer Kommunalpolitiker dafür ausgesprochen, den Brandschutz in ihrem Dorf ab dem 26. Oktober auf die Nachbargemeinde Hohenwestedt zu übertragen. Die 1945 gegründete Freiwillige Feuerwehr Jahrsdorf hat am 25. März ihre Auflösung beschlossen und diesen Beschluss einen Monat später noch einmal bekräftigt.

Nach den Bestimmungen des Brandschutzgesetzes löst sich die Feuerwehr Jahrsdorf mit Ablauf des 25. Oktober auf, so dass ab dem 26. Oktober der Brandschutz in der Gemeinde nicht mehr gewährleistet wäre. „Wir haben Verhandlungen mit der Gemeinde Hohenwestedt geführt, und deren Feuerwehr wäre bereit, den Brandschutz bei uns zu übernehmen“, berichtete Bürgermeister und Wehrführer Klaus Bruhn in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend.

Geregelt wird Zuständigkeit in einem Vertrag zwischen den Gemeinden: „Die Gemeinde Hohenwestedt verpflichtet sich, die Aufgabe der Sicherstellung des abwehrenden Brandschutzes und der Technischen Hilfe im Gebiet der Gemeinde Jahrsdorf in vollem Umfang zu übernehmen“, heißt es in Paragraf 2 des Entwurfs eines öffentlich-rechtlichen Vertrags, den die Jahrsdorfer Kommunalpolitiker einstimmig billigten.

In Paragraf 4 wird das Finanzielle geregelt: „Für die Übernahme der in § 2 beschriebenen Aufgaben verpflichtet sich die Gemeinde Jahrsdorf zur Zahlung eines jährlichen Betrages in Höhe von 2 000 Euro an die Gemeinde Hohenwestedt.“ „Das ist ein relativ günstiger Betrag, der den Aufwendungen entspricht, die wir für den Brandschutz gehabt haben“, sagte Bruhn. Da der Vertrag ja erst am 26. Oktober in Kraft treten soll, wird für 2013 nur ein anteiliger Betrag in Höhe von 367 Euro in Rechnung gestellt.

Das gesamte Inventar der Feuerwehr Jahrsdorf wird der Feuerwehr Hohenwestedt zur Übernahme unentgeltlich angeboten. Über die Verwendung des nicht übernommenen Inventars – insbesondere des Fahrzeugs – entscheidet die Gemeinde Jahrsdorf, der auch die Veräußerungserlöse zustehen. Das 31 Jahre alte Feuerwehrfahrzeug der Jahrsdorfer Blauröcke, das vor fünf Jahren auf den neuesten technischen Stand gebracht wurde, steht somit ab dem 26. Oktober zum Verkauf.

„Der Übertritt der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jahrsdorf – insbesondere der Ehrenmitglieder – in die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Hohenwestedt wird ausdrücklich gewünscht und allen Mitgliedern angeboten“, heißt es in Paragraf 6.

Bürgermeister Bruhn kündigte an, dass die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Hohenwestedt am Donnerstag, dem 26. September (19.30 Uhr), im Jahrsdorfer Feuerwehrhaus zu Gast sein wird, um sich vorzustellen und über die Modalitäten eines Wechsels von aktiven und fördernden Mitgliedern nach Hohenwestedt zu diskutieren.

 

 

 

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