Nach Votum für Mehrzweckhalle: Brunkert gegen neue Schulden

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24. Juni 2015, 11:34 Uhr

Die Kostenexplosion bei der Planung der Mehrzweckhalle Mastbrook könnte Folgen für andere städtische Bauprojekte haben. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Klaus Brunkert (CDU), schrieb der Stadtverwaltung ins Stammbuch, die Mehrkosten der Halle nicht durch neue Kredite zu finanzieren. Brunkert verwies auf das Investitionsprogramm der Stadt Rendsburg. Gegenüber der Landeszeitung sagte er, dass die Verwaltung in der Pflicht sei, hier Kürzungsvorschläge zu unterbreiten. Angesichts der Haushaltssituation seien höhere Schulden nicht verantwortbar. Brunkert bezifferte die aktuelle Schuldenlast der Stadt auf 50 Millionen Euro.

Der Bauausschuss hatte sich am Dienstag für den Bau der Mehrzweckhalle entschieden. 6,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten, bis noch vor eineinhalb Wochen war von 3,8 Millionen Euro die Rede. Der Eigenanteil der Stadt steigt von 1,75 auf 3,1 Millionen Euro. Woher das zusätzlich benötigte Geld kommen soll, ist unklar. Das dürfte eines der zentralen Themen der kommenden Sitzung des Finanzausschusses sein, die am Dienstag, 7. Juli, im Alten Rathaus stattfindet. Der Chef des Finanzausschusses stellte klar, dass er keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Mehrzweckhalle für Mastbrook habe. Der Stadtteil sei über viele Jahre vernachlässigt worden. Ähnlich hatten auch alle anderen Fraktionen in der Bauausschuss-Sitzung argumentiert.

Kritik übte Brunkert an Bürgermeister Pierre Gilgenast. Dieser habe bei seiner Antrittsrede die Haushaltskonsolidierung als eines seiner wichtigsten Ziele bezeichnet. „Aber leider hat er das bei allen Maßnahmen unterlaufen“, so Brunkert. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Schule Altstadt. Ursprünglich sollte das derzeit im Bau befindliche Naturwissenschaftliche Zentrum 3,7 Millionen Euro kosten, aktuelle Kalkulation: 4,6 Millionen.

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