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Kitesurfen : Nach Sturz in St. Peter-Ording: Rodwald droht lange Pause

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit dem Verdacht auf eine Verletzung des Meniskus und der Bänder im Knie liegt der 23-jährige Rendsburger derzeit im Krankenhaus.

Die Finalläufe des Kitesurf-Weltcups in St. Peter-Ording liefen noch, als Mario Rodwald vom Krankenbett aus über die sozialen Netzwerke sich bei seinen Fans für die Unterstützung bedankte und seinen Fahrerkollegen weiterhin viel Erfolg wünschte. Für ihn selbst hatte die größte Kitesurf-Veranstaltung der Welt da bereits ein bitteres Ende gefunden. Nach einem Sturz am Sonntag musste der dreifache Freestyle-Europameister in die Klinik nach Tönning gebracht werden und droht nun lange auszufallen (die Landeszeitung berichtete).

Es passierte im ersten Lauf der so genannten „Double-Elimination“, in dem die zuvor unterlegenen Fahrer eine weitere Chance bekommen, ihre Platzierung zu verbessern. Rodwald war am Sonnabend nach einem Sieg zum Auftakt in der Runde der besten 16 Fahrer am Brasilianer Eduazio Da Silva gescheitert. Gegen seinen Landsmann Marian Hund wollte er eigentlich eine Aufholjagd starten, aber der erste Sprung des Rendsburgers hatte fatale Folgen. „Es hat geknallt und ich dachte, mein Board ist kaputt. Da es noch intakt war, wusste ich, dass das Geräusch etwas mit mir zu tun hatte“, sagte der 23-Jährige, der mit Verdacht auf eine Meniskusverletzung und einen Bänderriss am Knie abtransportiert wurde.

Dabei hatte sich der Lokalmatador viel für sein Heimspiel vorgenommen, strebte mindestens einen Platz unter den Top-Ten an, der mit einer guten Leistung am Sonntag auch noch möglich gewesen wäre. „Es wird ein harter Weg, aber mit der Unterstützung der Zuschauer, ist durchaus noch etwas möglich“, hatte Rodwald unmittelbar nach seiner Niederlage am Sonnabend erklärt.

Nach einer Woche, die vom Warten geprägt war, setzte am Wochenende endlich der ersehnte Wind ein. Allerdings gleich derart heftig, dass die Freestyler mit den radikalen Bedingungen auf der Nordsee so ihre Probleme hatten. „Das ist schon das obere Limit und auch für uns Profis nicht ganz einfach“, sagte er. Mit Windstärken bis zu 50 Knoten (beste Voraussetzungen haben die Freestyler bei 20 Knoten) musste der Wettkampf am Sonnabend mehrfach unterbrochen werden. Die Tücken des Wetters hatte auch Rodwald da schon zu spüren bekommen: „Ich bin zwei Mal heftig auf die Rippen geknallt.“

Nur allzu gerne hätte der Rendsburger seinen Fans einen spektakulären Wettkampf gezeigt. „Es ist einfach nur geil, hier vor tausenden von Zuschauern zu fahren. Das ist einmalig und ein cooles Gefühl, wenn man merkt, wie sehr sie mich unterstützen“, freute er sich auf die weiteren Läufe. An eine Rückkehr aufs Wasser ist aber zunächst wohl kaum zu denken. Am Montag standen weitere Untersuchungen, inklusive einer Computertomographie an. Dass Rodwald seinen Deutschen Meistertitel in zwei Wochen auf Fehmarn (22.-24.8.) verteidigen wird, ist mehr als fraglich.

Getröstet haben werden ihn die vielen Genesungswünsche. Darunter auch eine Botschaft von Alex Pastor. Der spanische Weltklasse-Kitesurfer hatte sich zu Jahresbeginn selbst schwer verletzt und arbeitet derzeit am Comeback. „Das ist echt bitter, mein Freund. Ich wünsche die eine gute Besserung. Aber so ist dieser Sport und alles passiert aus einem bestimmten Grund“, ließ er verlauten. Rodwald wird hoffen, dass er recht behält.

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erstellt am 12.Aug.2014 | 06:11 Uhr

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