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Schwerlasthafen Rendsburg : Nach Sturz in Kanal: Scharfe Kurve soll sicherer werden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein zwölfjähriger Osterrönfelder stürzt mit seinem Fahrrad und fällt in den Nord-Ostsee-Kanal. Die Betreibergesellschaft des Rendsburger Schwerlasthafens ist für den Winterdienst zuständig und will nachbessern.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Rendsburg | Vorsichtig, geradezu bedächtig fahren die Fahrradfahrer um die Rechtskurve und halten sich dabei betont weit auf der dem Kanal abgewandten Seite. Doch das ist nicht immer so. Am Bedarfsanleger des Rendsburger Schwerlasthafens war am Mittwochmittag gegen 13 Uhr ein zwölfjähriger Osterrönfelder mit seinem Rad gestürzt und über die Kaimauer einige Meter tief ins bitterkalte Kanalwasser gefallen (wir berichteten). Trotz der Glätte war der asphaltierte Weg dort nicht abgestreut.

„Wir fühlen uns verantwortlich“, gibt Peter Klarmann zu. Er ist der Geschäftsführer der Rendsburg Port Authority GmbH, die Eigentümerin des Hafengeländes ist. Gestern Nachmittag kontaktierte Klarmann die Familie des Zwölfjährigen und erkundigte sich nach seiner Verfassung. „Es war mir ein Bedürfnis zu wissen, dass es ihm gut geht“, sagte Klarmann. Nach dem Unglück war der junge Osterrönfelder, der sich über eine Notleiter an der Kaimauer selbst hatte retten können, vorsichtshalber in die Imland-Klinik gebracht worden, die er nach gut einer Stunde unversehrt und aufgewärmt verlassen konnte. „Ein gutes Gespräch“ führte Klarmann mit dem Jungen und dessen Eltern. Quasi als Entschädigung darf der Zwölfjährige im Sommer einmal den großen Kran im Hafen besteigen.

Klarmann erklärte, dass die Betreibergesellschaft Rendsburg Port im Bereich der Unfallstelle für den Winterdienst verantwortlich sei. Für die andere Seite des Hafengeländes, das ergaben interne Recherchen, sei für den Bereich zwischen Haupttor und Kanalcafé schon zuvor eine Firma mit dem Winterdienst beauftragt worden. Der Vertrag soll nun erweitert werden. Bei der Betreibergesellschaft sei man, so Klarmann, bisher davon ausgegangen, dass für die Seite, auf der es zu dem Sturz kam, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zuständig sei.

„Nachdem wir von dem Vorfall gehört haben, wurde sofort veranlasst, dass nachgestreut wird“, erklärte Klarmann. Es sei denkbar unglücklich, dass der Junge ausgerechnet zwischen den Geländern hindurchgerutscht sei. Allerdings bestehe dort grundsätzlich keine Verpflichtung für eine Begrenzung. „Bis jetzt ist dort auch noch nie etwas passiert. Nun werden wir aber natürlich darüber nachdenken, wie wir an dieser Stelle sinnvoll in Sachen Sicherheit nachrüsten und die Lücke schließen können“, betonte der RPA-Geschäftsführer. Den Winterdienst auf dem Gelände übernimmt vorerst der Bauhof Osterrönfeld. Klarmann: „In der kommenden Woche werden wir uns die Fläche angucken und dann zeitnah entscheiden, was zu tun ist.“

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