Bredenbek : Nach Feuer im Verteilzentrum: Post verzögert sich

Das Postverteilzentrum nach dem Feuer.

Das Postverteilzentrum nach dem Feuer.

Brand am Verteilzentrum in Bredenbek. Das Feuer hat Auswirkungen auf die Brief- und Paketzustellung. Der Betrieb wird auf andere Stützpunkte verteilt.

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11. Januar 2019, 11:16 Uhr

Bredenbek | Einsatz am frühen Morgen: Um 6.30 Uhr wurde Ralf Petersen, Wehrführer in Bredenbek, von einem Anlieger alarmiert. Am Freitag brach in einem Papiercontainer am Postverteilzentrum im Walcott Weg ein Brand aus. Das Feuer griff auf ein Carport und die Lagerhalle über. Als die Bredenbeker Einsatzkräfte anrückten, schlugen die Flammen schon hoch in den Himmel.

Insgesamt 80 Kameraden, darunter auch Atemschutzträger, löschten zwei Stunden lang das Feuer. Die Wehren der anliegenden Gemeinden Bovenau, Krummwisch und Felde waren ebenfalls alarmiert worden. Weder in der Halle noch in dem Carport befanden sich zu diesem Zeitpunkt Mitarbeiter. Es gab keine Verletzten. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der Schaden auf mindestens 200.000 Euro.

Die Außenanlagen wurden stark beschädigt, ebenso Fahrzeuge der Post.
Becker

Die Außenanlagen wurden stark beschädigt, ebenso Fahrzeuge der Post.

 

„Der Holz-Unterstand ist abgebrannt“, berichtet Einsatzleiter Ralf Petersen. Auch das eigentliche Gebäude des Verteilzentrums und sechs Postfahrzeuge wurden stark beschädigt. Die Brandschützer löschten das Dach des Flachbaus ab und verhinderten, dass sich das Feuer weiter ausbreiten konnte. Die Versorgung mit der benötigten großen Menge an Löschwasser wurde durch einen Hydranten und einen Rohrbrunnen, durch den das Wasser direkt aus der Tiefe geholten werden kann, sichergestellt. Die Nacharbeiten dauerten bis in den späten Vormittag. Erst gegen Mittag rückten die Einsatzkräfte wieder ab.

Briefe und Pakete möglicherweise beschädigt

Durch das Feuer ist die Zustellung von Briefen und Paketen derzeit stark eingeschränkt. Wie Martin Grundler, Post-Pressesprecher mitteilte, dient das Verteilzentrum den Zustellern zur Vorbereitung ihrer Touren in den umliegenden Gemeinden. In diesen Dörfern war am Freitag eine Versorgung mit Post gar nicht oder nur in Ausnahmefällen möglich.  „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Sendungen auf andere Standorte zu verteilen“, sagte der Sprecher.  „Die Kunden sollen schnellstmöglich ihre Post erhalten.“ Es sei  jedoch noch ungeklärt, ob und in welchem Umfang Briefe und Pakete durch die Flammen beschädigt wurden.

Martin Grundler geht davon aus, dass  Anfang der Woche die Zustellung durch den „Plan B“, der jetzt angewendet werde, wieder reibungslos funktioniere und sich die Lage normalisiere.  Wie lange die Betriebsstätte in Bredenbek geschlossen bleiben muss, lasse sich noch nicht sagen. „Wir warten erst die Untersuchungen ab.“

Die Ermittlungen zu der Brandursache hat die Kripo Rendsburg übernommen. Eine Brandlegung wird nicht ausgeschlossen. Die Polizei bittet daher um Hinweise unter Telefon 04331/208450.

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