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Diamantene Konfirmation : Nach 60 Jahren den Gottessegen erneuert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

33 Männer und Frauen feiern ihre Diamantene Konfirmation in der Erlöserkirche in Owschlag. Das Treffen der Konfirmanden wurde zugleich mit einem Klassentreffen der ersten Abschlussklasse des Aufbauzugs Owschlag (1950 bis 1954) verbunden.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 14:46 Uhr

„Vielleicht sind Sie aufgeregt wie damals bei Ihrer Einsegnung. Ganz gewiss jedoch haben Sie die Erfahrung von 60 weiteren Lebensjahren im Gepäck.“ Mit diesen Worten begrüßte die Pastorin Kristina Warnemünde 33 Männer und Frauen, die sich anlässlich ihrer diamantenen Konfirmation am Sonntag in Owschlag trafen. In dem Abendmahlgottesdienst in der Erlöserkirche wurde der Segen erneuert. Die Jubilare erhielten Urkunden.

An ihren Konfirmationsunterricht bei Pastor Matthiesen erinnert sich Hermann Arndt noch gut, und auch an die schwierigen Lebensumstände in der Nachkriegszeit. „Viele von uns hatten nur Holzpantoffeln an den Füßen, kaum einer besaß Schuhe. Es war eine schlimme Zeit, und es wurde nur langsam besser.“ Die beruflichen Aussichten für die damaligen Konfirmanden, die alle kurz vor dem Schulabschluss standen, seien schlecht gewesen, betonte Gerhard Meier. „Viele sind weggegangen“, sagte der Organisator des Treffens der Konfirmationsjahrgänge 1951, 1952 und 1953, der in Hameln (Niedersachsen) lebt.

Das Treffen der Konfirmanden hat Meier mit einem Klassentreffen der ersten Abschlussklasse des Aufbauzugs Owschlag (1950 bis 1954) verbunden. Bis 1950 gab es in Owschlag nur den Volksschulabschluss. Dann wurde der Aufbauzug eingerichtet, der in vier Jahren bis zur Mittleren Reife führte.

Pastorin Kristina Warnemünde machte deutlich, dass in Owschlag in der Regel nur silberne und goldene Konfirmationen im zweijährigen Wechsel gefeiert würden. Die diamantene Konfirmation sei eine Ausnahme, weil Gerhard Meier die Organisation in seine Hände genommen habe. Das Gemeindebüro könne diese Arbeit, die immer mit einer zeitraubenden Adressensuche verbunden sei, nicht leisten. Aber die Pastorin machte auch deutlich: „Wenn mich jemand um einen Gottesdienst bittet, dann halte ich ihn auch.“

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