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Landeszeitung

22. Oktober 2017 | 10:38 Uhr

Nortorf : Nach 35 Jahren ist Schluss

vom

Karsten Rumpf verabschiedet sich aus der Nortorfer Kommunalpolitik.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 08:28 Uhr

Nortorf | 35 Jahre Kommunalpolitik, davon 28 Jahre Stadtverordneter, rund 1 500 Sitzungen - der politische Lebenslauf von Karsten Rumpf ist lang. Doch jetzt ist für den 66-Jährigen Schluss. Für die Kommunalwahl stellt sich Rumpf nicht mehr zur Verfügung.

Bereits in jungen Jahren habe er sich für Politik interessiert. "Ich kenne Horst Krebs schon seit der Kindheit, mit ihm habe ich damals in der Politik angefangen", blickt Rumpf zurück. Seitdem habe er viel erreicht, "aber irgendwann ist die Kondition nicht mehr die gleiche und man muss auch an seine Gesundheit denken", erklärt Rumpf seinen Rücktritt.

Seit 1985 ist Karsten Rumpf in der Stadtverordnung tätig und damit Dienstältester unter seinen Kollegen. Neben der Mitarbeit in diversen Ausschüssen war er vier Jahre lang Vertreter für den Fremdenverkehrsverein Naturpark Westensee und die Mitgliederversammlung der Fremdenverkehrsgemeinschaft Mittelholstein. Stellvertretender Bürgervorsteher und die Tätigkeit im Verwaltungsrat der Stadtwerke schmücken ebenfalls seinen Lebenslauf. Seit 2008 ist er Vorsitzender des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt.

Auf seinen langen politischen Lebenslauf blickt er positiv zurück, jedoch "ist es vor 30 Jahren noch ganz anders abgelaufen. Da ging es auch schon mal persönlich zu", lacht Karsten Rumpf, aber jetzt habe man "schon lange eine sachliche Ebene gefunden." Rumpf berichtet: "Ich habe mal nachgerechnet - grob überschlagen müssten das allein über 1500 Sitzungen gewesen sein." Da blieben besonders die eigenen Kinder schon mal auf der Strecke.

Die Bahnunterführung, Baugebiete und Arbeiten an den Schulen seien einige der wichtigsten Aufgaben in seiner Amtszeit gewesen, aber besonders stolz sei er darauf, "dass wichtige Entscheidungen einvernehmlich getroffen worden sind", sagte Rumpf. "Gemeinsam haben wir viel erreicht", dazu zähle allgemein auch die Städtebausanierung.

Der Rückzug aus der Kommunalpolitik kommt nicht überraschend: "bereits vor drei Jahren habe ich darüber nachgedacht", erinnert sich der 66-Jährige. Ob er sich mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiede? "Nur mit einem lächelnden", gesteht Karsten Rumpf. Jetzt habe der zweifache Opa mehr Zeit für seine Enkelkinder. "Die bereiten einem große Freude", strahlt der Familienmensch. Zuwachs gab es auch - seit einigen Wochen lebt ein Schäferhund-Welpe mit im Hause Rumpf. Seit vielen Jahren fühle er eine Verbundenheit zu den Vierbeinern. Auch dem Golfen, mit dem er vor gut einem Jahr angefangen hat, wolle er sich mehr widmen. "Man ist irgendwie schon erleichtert, dass nun alles vorbei ist", erzählt Rumpf.

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