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Museumsbesitzer ratlos : Mysteriöse Zeichen auf alten Balken

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Museumsbesitzer Karl von Puttkamer aus Gnutz entdeckt rätselhafte Symbole und hofft auf Unterstützung: Wer kann bei der Suche nach der Bedeutung helfen?

von
erstellt am 15.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Gnutz | Rund 25 Balken stehen im Schnuppen von Museumsbesitzer Karl von Puttkamer nebeneinander. Die schweren, historischen Holzleisten sind nicht alle gleich hoch, lang oder alt, haben unterschiedliche Qualitäten und sind unterschiedlichen Ursprungs, aber eines haben sie gemeinsam: Sie sind versehen mit mysteriösen Zeichen. Auf der Suche nach der Bedeutung der eingeritzten Symbole blieb von Puttkamer bislang erfolglos.

Der leidenschaftliche Sammler schätzt die Balken auf über 150 Jahre alt. Den ersten Fund erlebte von Puttkamer vor zwölf Jahren. Seitdem sammelt er diese Art von Balken und besichtigt in Gnutz und Umgebung alte Häuser, in denen die mit Symbolen versehenden Holzleisten noch fest im Mauerwerk stehen.

Damals, so Puttkamer, wurde das Abholzen der Wälder vom dänischen König untersagt, deshalb wich man auf Holzlieferanten aus Südskandinavien aus, die Schleswig-Holstein mit Holz versorgten. Daher sei es denkbar, dass die Balken ihren Ursprung woanders haben und die Zeichen möglicherweise von skandinavischen Handwerkern stammen. „Doch selbst vor 150 bis 200 Jahren hätte man eher ein Brandeisen verwendet“, vermutet von Puttkamer. Die Symbole ähneln den Runen, doch diese seien wiederum weitaus älter als die Balken. Auszuschließen seien auch Zeichen von Zimmermännern, da diese nicht nur eine unterschiedliche Form (siehe kleines Bild), sondern auch eine andere Positionierung hatten. Die schwungvollen, unbekannten Symbole tauchen teilweise nur auf einer Seite, manchmal jedoch auch auf drei Seiten eines Balken auf. Es gibt sowohl eine obere, als auch eine untere Schriftreihe. Auffällig dabei sei, dass es lediglich bis zu fünf unterschiedliche Zeichen gäbe, betont von Puttkamer, die sich teilweise in einer Reihe wiederholen.

Weder Kryptologen, Universitäts-Professoren, Museumsmitarbeiter noch der Denkmalschutz des Kreises Rendsburg-Eckernförde konnten bislang bei der Suche nach der Bedeutung helfen. Daher bittet Karl von Puttkamer um Unterstützung. „Wer etwas weiß, den möchte ich bitten sich bei mir zu melden.“ Zu erreichen ist der Gnutzer unter 0 43 92 / 92 29 97.

Am 18. Mai wird das 13. Museumsfest gefeiert. Sollte sich bis dahin keiner melden, so hofft von Puttkamer spätestens dann auf den „Einen“, der vor den Balken steht und sagt „Ich weiß es!“

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