Fussball-SH-Liga : Mutige Kropper drehen nach der Pause auf

Hatten gut lachen: Maximilian Petersen (r.) gratuliert Mirco Jess,zu seinem Treffern.
Hatten gut lachen: Maximilian Petersen (r.) gratuliert Mirco Jess,zu seinem Treffern.

Der TSV schickt Preetz mit 0:4 nach Hause und erzielte alle Treffer erst nach der Pause.

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03. März 2014, 05:46 Uhr

Ohrenbetäubende Rapmusik dröhnte aus dem Schrankkoffer großen Gettoblaster, als die Mannschaft des Preetzer TSV sich in der Umkleidekabine auf die Partie beim TSV Kropp einstimmte. Gute zwei Stunden später herrschte dort Ruhe. Anders im Kropper Trakt nach dem Spiel. Zwar war der mickrige Sound aus dem Kofferradio nicht geeignet, die Kabine in ihren Grundfesten zu erschüttern, aber die Stimmung war ausgelassen. Mit 4:0 (0:0) hatte der SH-Ligist die Partie vor 200 Zuschauern gegen den Tabellenzweiten gewonnen und erfolgreich für das 0:5 im Hinspiel Revanche genommen.

Der Preetzer Trainer war unmittelbar nach der Partie ziemlich angefressen. „Viel zu still, keine Absprachen, gerade bei den Standards. Wir hatten zu wenig Qualität“, meinte Danilo Blank und haute noch einen raus: „So spielst du gegen den Abstieg.“ Dirk Asmussen hatte es da einfacher. „Wir sind nach der Pause mutiger gewesen und besser in die Zweikämpfe gekommen. Entscheidend war, dass wir wieder mit 14 Mann gespielt haben“, kommentierte der Coach mit der Gelassenheit des Siegers und freute sich über seinen ausgeglichenen Kader. Es ließ sich gut an, was die Zuschauer nach drei Monaten Heimspielpause von ihrer Mannschaft zu sehen bekamen. Kropp machte gleich gehörig Druck, Preetz kam gar nicht ins Aufbauspiel. Aber nach gut zehn Minuten war Schluss mit der Kropper Herrlichkeit. Preetz fand angetrieben vom guten Florian Ziehmer ins Spiel. „Wir haben uns durch die gute Offensive der Preetzer den Schneid abkaufen lassen“, meinte Asmussen. Kropps Keeper Phillip Reinhold glänzte in zwei gefährlichen Situationen, vier Ecken in Serie blieben ohne Folgen, sorgten aber für Raunen bei den Zuschauern.

Unmittelbar nach dem Wechsel hatten die Gäste durch Florian Stahl aus halblinker Position eine Riesenchance, aber Reinhold parierte glänzend. Mehr war nicht drin für Preetz. Das Kropper Mittelfeld machte jetzt mehr Druck, die Standardsituationen häuften sich und führten zum Erfolg.

51. Minute: Nach Freistoß Ziesecke droscht Yannik Sievers den Ball mit dem linken Außenrist volley aufs Tor. Keeper Beuck flog ins rechte Eck, der Ball landete nach seiner Rettungstat bei Langkowski, und der traf aus sechs Metern – 1:0.

62. Minute: Ecke Ziesecke, Kopfball Langkowski, Nachschuss Jörn Vogt ins linke unter Eck – 2:0.

Dann zeigt der souveräne „Schiedsrichter des Jahres“ Viatcheslav Paltchikov dem Preetzer Kapitän nach Foul an Fabian Schelper die gelbrote Karte (75.).

76. Minute: Freistoß Ziesecke, Langkowski geht nach einem Kopfballduell zu Boden. Niklas Zöchling traf aus 14 Metern – 3:0.

88. Minute: Eine Kopfballverlängerung von Langkowski aus dem Halbfeld erlief sich der kurz zuvor eingewechselte Mirco Jess und schob den Ball an Keeper Beuck rechts unten ins Tor – 4:0-Endstand. Zwar forderten die Zuschauer noch den fünften Treffer, um die Schmach aus dem Hinspiel endgültig zu tilgen, aber der Schiedsrichter pfiff pünktlich ab.

Das Resümee: „Das war kein Spiel für Fußball-Ästheten. Aber zu diesem Zeitpunkt ist das in Ordnung. Und wir haben uns weiter verbessert“, sagte Coach Asmussen.

TSV Kropp: Reinhold – Schelper, Henke, Zöchling, Sievers – Matthes, Merz - J. Vogt (79. Petersen), Ziesecke (85. Jess), Alias (59. T. Alias) – Langkowski.
SR: Paltchikov (Groß Grönau) – Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Langkowski (51.), 2:0 J. Vogt (62.), 3:0 Zöchling (77.), Jess (88.).
Gelb-Rote Karte: Heine (75., wdh. Foul)

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