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Alice tanzt : Musik von jungen Komponistinnen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am 7. und 8. September wird „Alice im Wunderland“ in der Waldorfschule aufgeführt: Insgesamt 80 Mitwirkende feiern auf diese Weise des 40-jährige Jubiläum der Rendsburger Musikschule.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 06:30 Uhr

Nur noch eine Woche bis zur Aufführung. Alle sind gespannt bis angespannt. „Die Schmetterlinge fehlen!“ schallt es bei der Hauptprobe aufgeregt hinter dem Vorhang hervor. Und Christian Gayed möchte wissen: „Den Einsatz vor oder hinter der Haselmaus?“ Alle Abteilungen der Rendsburger Musikschule arbeiten an einem ambitionierten Projekt: Der Ballett-Aufführung von „Alice im Wunderland“. Anlass ist das 40-jährige Bestehen der Schule. Der Clou: Die Musik zu dem Stück stammt von fünf jungen Komponistinnen aus der Region.

Alice hat Angst – der Musik ist es anzuhören. Es wird spannend: Trompete und Schlagzeug machen es deutlich. Vor zweieinhalb Jahren wurde mit den Planungen zu dem Stück begonnen, seit einem Jahr haben junge Musikerinnen sich intensiv über die Musik Gedanken gemacht – unterstützt von Christian Gayed, dem Leiter der „norddeutschen sinfonietta“. Sigrid Krikau erinnert sich: „Zuerst haben wir eine Computer-Software bekommen.“ Mit deren Hilfe wurden die Noten geschrieben. Hilfreich war es, dass alle Mädchen ein Instrument spielen. Sigrid (13) aus Bistensee, Antonia Kleeberg (16) aus Fockbek und Merle Gertsen (13) aus Hohenwestedt sind bei der Probe dabei und plaudern einwenig über ihren Erfahrungen.

„Am Anfang haben wir einfach drauflosgeschrieben, ohne zu schauen, ob man das überhaupt dirigieren kann“, lacht Sigrid. Dann gab es Begegnungen mit den Instrumentalisten – damit die Mädchen außer Geige und Klavier (die sie selbst spielen) beispielsweise auch wussten, was sie Cello und Horn zumuten können. Zu Hause wurde komponiert. Dann „haben wir uns ein Mal im Monat getroffen“, erzählt Antonia. Bei den Zusammenkünften wurde alles zusammengefügt und besprochen. „Und wir haben uns viel mit zeitgenössischer Musik beschäftigt“, wirft Christian Gayed ein.

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Geige, Cello, Klarinette, Fagott, Trompete, Horn und zwei Schlagzeuge sind beteiligt. Insgesamt wirken 80 Personen an der Aufführung mit – 60 Kinder und zwanzig Erwachsene. Es war die Ballett-Chefin der Musikschule, Dani Thomas, die sich seit Jahren „Alice im Wunderland“ für die Bühne wünschte. Die fertige Musik der jungen Komponistinnen wurde auf CD eingespielt. Danach schrieb Dani Thomas dann die Choreographie.

Auch Kostüme und Bühnenbild entstanden an der Musikschule, deren Leiterin Annette Berchthold sagt: „Solch größere Aufführungen sind ein Charakteristikum für unsere Schule.“ Unter der Regie von Anna Franck aus der Kunstwerkstatt arbeiteten Schüler, aber auch Eltern daran, dass zum Beispiel die kleinen Igel putzige Stachelkleider tragen. Und die Ergebnisse der der Kostümschneider können sich sehen lassen, ja sind eine wahre Augenweide.

Alle sind jedenfalls schon ganz gespannt. Und nach der Probe am Wochenende freute sich Sigrid Krickau: „Es ist eine schöne Erfahrung, wenn man seine eigene Musik hört.“

 

Aufführungen:

Sa. 7. Sept. + So. 8. Sept., jew. 16 Uhr

im Festsaal der Freien Waldorfschule.

Sa. nach der Aufführung Empfang zum Jubiläum

im Foyer der Waldorfschule.

Eintritt:

9 (erm. 5) Euro. Vorverkauf: MusikMarkt in der Altstadt-Passage und in der Musikschule

 

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