Rendsbuger Polizei rückte 31 Mal aus : Müllberge nach der Silvesternacht

Rendsburg Paradeplatz
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Rendsburg Paradeplatz

Meist war Alkohol im Spiel: 31 Einsätze gab es für die Polizei in Rendsburg. Sie sprach von einer Nacht „ohne Besonderheiten“. Auf die Stadtreinigung wartet jetzt reichlich Arbeit.

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01. Januar 2015, 19:23 Uhr

Die Reste des Silvesterfeuerwerks waren am Morgen danach unübersehbar. Vor allem auf dem Rendsburger Paradeplatz sah es gestern wüst aus. Verkohlte Böller, Sicherungskappen von Raketen und leere Flaschen verunstalteten das Zentrum des Neuwerks. Aber immerhin begrüßte die große Mehrheit der meist jungen Leute das Jahr 2015 auf friedliche Weise. Die Polizei sprach von einer Nacht „ohne Besonderheiten.“

Die Beamten des Rendsburger Polizeireviers zählten 31 Einsätze, zwei mehr als in der Vorjahressilvesternacht. Es begann in der Kanalstadt mit einer Sachbeschädigung. In der Sylter Straße wurde um 23 Uhr ein Briefkasten durch einen Böller in Mitleidenschaft gezogen. Der nächste Einsatz hätte schlimmere Folgen haben können, verlief aber glimpflich: Kurz nach Mitternacht wurde ein 15-jähriges Mädchen auf dem Paradeplatz durch eine Rakete leicht verletzt. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Als Täter kommt ein etwa 40 Jahre alter Mann vermutlich südländischer Herkunft in Frage. Er trägt schulterlange, gelockte Haare und war mit einer hellen Jacke bekleidet. Er soll unmittelbar neben dem Mädchen eine Silvesterrakete aus der Hand gezündet haben. Gegen 3.30 Uhr kam es zu einer gefährlichen Körperverletzung in der Löwenstraße. Mehrere Menschen gerieten in Streit. Daraus entwickelte sich ein Handgemenge. Der genaue Hergang ließ sich noch nicht ermitteln. Ein 41-jähriger Rendsburger wurde in Gewahrsam genommen. Keine Bestätigung gab es gestern für die Information, dass es am Thormannplatz zu einer Kollision zwischen einem Polizeiwagen und einem Privatfahrzeug gekommen sein soll.

Ein Unfall auf der Bundesstraße 202 bei Osterrönfeld am Mittwoch gegen 21.50 Uhr verlief glimpflich. Der 50-jährige Beifahrer eines Autos zog während der Fahrt die Handbremse, so dass das Fahrzeug ins Schleudern geriet und gegen die Leitplanke prallte. Der Beifahrer verletzte sich leicht. Da er mit nahezu zwei Promille erheblich alkoholisiert war, wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Ebenfalls unter Alkoholeinfluss stand ein 20-jähriger Radfahrer, der um 21.50 Uhr auf der Kreisstraße 75 zwischen Schülldorf und Schacht-Audorf von einem Pkw erfasst wurde. Der junge Mann wurde in das Rendsburger Krankenhaus eingeliefert, wo ihm ebenfalls eine Blutprobe entnommen wurde.

Für das gesamte Kreisgebiet dokumentierten die Beamten der Regionalleitstelle in Kiel zwischen Mittwoch, 18 Uhr, und gestern, 6 Uhr, exakt 98 Einsätze. Damit blieb die Einsatzbelastung in dieser Silvesternacht quantitativ auf Vorjahresniveau (95 Einsätze). Darunter fielen sechs Körperverletzungen (sechs im Vorjahr). In den meisten Fällen spielte Alkohol eine Streit fördernde Rolle, gefolgt von Streitigkeiten allgemeiner Art (auch Familienstreitigkeiten), Ruhestörungen und Sachbeschädigungen.

Die Rendsburger Feuerwehr musste am Neujahrsmorgen zu einem Großeinsatz ausrücken. Allerdings brannte es nicht im Stadtgebiet, sondern in Jevenstedt. Dort stand ein Carport für mehrere Autos in Flammen (siehe Seite 14). 36 Feuerwehrleute aus der Kanalstadt kamen zu Hilfe. In Rendsburg selbst waren es vor allem kleinere Einsätze, die die Feuerwehr beschäftigten – wie beispielsweise eine Containerbrand in der Lancasterstraße.

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