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Handball, SH-Liga : Mühevoller Arbeitssieg – Carstensen war’s egal

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Eider Harde bezwingt den TSV Alt Duvenstedt.

Drei Derbys hielt das Wochenende bereit und obwohl Eider Harde gegen Alt Duvenstedt neben Kiel-Flensburg und München-Dortmund das kleinste war, so erfreute es sich gewohnt großer Beliebtheit. 450 Zuschauer in einer fast vollen Hohner Sporthalle wollten am Freitagabend dabei sein.

Das Interesse bei lokalen Aufeinandertreffen scheint ungebrochen, obwohl die Rendsburger Männerteams mittlerweile zwei Ligen niedriger antreten, als sie es einmal taten. Zusätzlich hatten beide Teams Mühe, überhaupt SH-Liga-Niveau darzubieten. „Da hat sich keiner mit Ruhm bekleckert, wir schon gar nicht“, stellte Alt Duvenstedts Trainer Gunnar Kociok fest. Seine Mannschaft kam beim 22:18 (11:9) nicht einmal auf 20 Tore. „Unsere Angriffsleistung war schon sehr schlecht. So gewinnt man kein Spiel“, kritisierte Kociok. „Es war ein extremes Abwehr- und Torwartspiel mit vielen technischen Fehlern. Ein typisches Derby, das wir zum Glück gewonnen haben“, sagte HSG-Trainer Thomas Carstensen, dessen Freude allerdings nur einen Tag währte, denn schon am Sonnabend schied sein Team gegen die gleichklassige HSG Marne/Brunsbüttel aus dem Pokalwettbewerb aus. Gegen Alt Duvenstedt geriet die HSG Eider Harde nur einmal in Rückstand (1:2). „Wir hatten das Spiel eigentlich gleich im Griff, waren die zwei bis drei Tore, die wir meistens geführt haben, auch besser als Alt Duvenstedt“, fand Carstensen. Bei seinem Ex-Club lief es vor allem im Angriff gar nicht. „Ich habe zweiundzwanzig Fehlwürfe und elf technische Fehler gezählt. Wir kriegen es nicht hin, unsere Möglichkeiten unterzubringen. Es ist zum Verzweifeln“, jammerte Gunnar Kociok über die mangelnde Effektivität. Zum besten Alt Duvenstedter avancierte mit Frederik Klapdor der zuletzt kritisierte Torhüter. „Er hat es uns richtig schwer gemacht“, sagte Carstensen, der selbst auf Stammkeeper Gerald Dobratz verzichten musste. Er hatte im letzten Spiel die Rote Karte gesehen und beobachtete das Derby von der Tribüne.

Eider Harde führte auch zur Pause (11:9) und dass Alt Duvenstedt in der zweiten Halbzeit trotz des Ausgleichs (13:13) den Faden völlig verlor, war in erster Linie Dobratz-Ersatz Jannik Severin zu verdanken. „Böserweise könnte man es so formulieren, dass Geralds Sperre für uns ein Glücksfall war, aber das ist natürlich falsch ausgedrückt. Jannik hat einfach ein unglaublich gutes Spiel gemacht“, freute sich Carstensen über den jungen Torhüter, der Alt Duvenstedt verzweifeln ließ. Das Ergebnis seiner Glanzleistung war ein Vorsprung von 19:13, der vom TSV nicht mehr eingeholt werden konnte. Dabei übernahmen bei der HSG vor allem die erfahrenen Spieler die Regie. Steffen Oeltjen und Eike Möller trafen sieben Mal, Jörg Gosch vier Mal. Richtige Führungsspieler fehlen Alt Duvenstedt zurzeit, nur Matti Voß erreichte mit sechs Toren Normalform. „Im Angriff passiert bei uns viel zu wenig. Rückraum links findet quasi gar nicht statt, der Spielaufbau bleibt unter seinen Möglichkeiten und das Kreisspiel ist auch wenig ausgeprägt“, monierte Kociok. Carstensen hingegen freute sich: „Das Derby bot sicherlich nicht den schönsten Handball, die Hauptsache war aber der Sieg.“

Der lässt die HSG Eider Harde weiterhin ohne Punktverlust oben stehen, während der TSV Alt Duvenstedt ohne Punkte Letzter bleibt.

HSG Eider Harde: Dreller, Severin – Möller (7), Wiese, Oettershagen (2), Oeltjen (7), Hohnsbehn (1), Meyer, Ketelsen, Bendixen, Petersen, Brown (2), Gosch (4/2), Behmer.
TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Fendt – Müller (2), L. Kock (1), Schwarz (3), Eichstädt (2/2), Jüschke (1), Voß (6), Dau (3), Clausen, Küch, Schroedter, Wommelsdorf, N. Petersen.

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