Vorstands-Abschied : Motto: Kinder in Bewegung bringen

Bus für die Kleinsten: Horst Reibisch mit der Kita-Leiterin Angelika Blohm bei der Spendenübergabe in Osterrönfeld.
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Bus für die Kleinsten: Horst Reibisch mit der Kita-Leiterin Angelika Blohm bei der Spendenübergabe in Osterrönfeld.

Ehemaliger Vorsitzender Ulrich Kruse wurde Ehrenmitglied im Kinderschutzbund. Die Probleme haben sich nach seiner Ansicht verstärkt. Ortsverband spendet an Schulen und Kitas.

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02. März 2014, 16:21 Uhr

Ulrich Kruse ist in einer Versammlung des Ortsverbandes Rendsburg im Kinderschutzbund aus dem Vorstand verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt worden worden. Der Psychologe war von 1989 an 1. Vorsitzender, ab 2012 Beisitzer.

Kruse hat das Amt aufgegeben, weil er nach Flensburg gezogen ist. Zum neuen Beisitzer wurde der Westerrönfelder Lehrer Werner Stoecken gewählt.

Die Probleme hätten sich verschärft, stellte Kruse (67) rückblickend fest. Mobbing etwa habe es auch früher gegeben, aber es sei drastischer geworden. Auch Kinderarmut sei vorgekommen, die Schere klaffe jedoch heute weiter auseinander. „Die einen haben alles, die anderen nichts.“ Das sei häufig Grund, dass sich Kinder durch Diebstähle bereichern.

„Kinder brauchen eine Lobby, damit ihre Perspektiven sorgenfrei sind.“ Mit diesem Motto eröffnete Vorsitzender Horst Reibisch die Versammlung im „Schützenhaus“ Fockbek. Die Einzelhilfe sei im vergangenen Jahr ein wesentlicher Schwerpunkt gewesen. Die Unterstützung von Kindern beim Elternkontakt in Trennungsfamilien und die Schulbegleitung nannte er außerdem.

Im Bereich Prävention setzt der Ortsverband auf langfristige Projekte. Gesunde Ernährung spiele angesichts einer steigenden Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher eine wichtige Rolle. Die immer früher auftretenden gesundheitlichen Schäden seien eng verbunden mit der sozialen Situation. Kochkurse zum Erwerb des Ernährungsführerscheins wurden an den Schulen Alt Duvenstedt, Nobiskrug und Neuwerk finanziert.

Unter dem Motto „Der Kinderschutzbund bewegt Kinder“ wurden Schwimmprojekte gefördert, Spiel- und Sportgeräte an Schulen und Kindergärten gespendet. Kürzlich erhielt der evangelische Kindergarten „Bahndammzwerge“ Osterrönfeld einen „Turtle-Bus“. Damit können auch die Krippenkinder zu Spielplätzen außerhalb gebracht werden.

Im vergangenen Jahr hatte der Verband Einnahmen von 44 000 Euro, dazu eine Rücklage von 28 000 Euro. Als gemeinnützig musste der Kinderschutzbund die Guthaben abbauen und hat 60 000 Euro investiert.

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