Rendsburg / Kiel : Mord in Kfz-Halle – Anwalt legt Revision ein

Gegen den Richterspruch ist Revision eingelegt worden.
Gegen den Richterspruch ist Revision eingelegt worden.

Nach tödlichen Schüssen in einer Autowerkstatt in Rendsburg wird das Urteil des Landesgerichts Kiel angefochten.

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06. September 2017, 14:30 Uhr

Nachdem die achte große Strafkammer des Landgerichts Kiel im Juni den Husumer Armen M. wegen heimtückischen Mordes an seinem Schwager zu lebenslanger Haft verurteilte, hat sein Anwalt Dirk Meinicke gegen den Richterspruch Revision eingelegt. Dieses Rechtsmittel zielt darauf, ein Urteil auf Rechtsfehler überprüfen zu lassen. Wie Meinicke gestern auf Anfrage mitteilte, formulieren Professor Dr. Lutz Eidam von der Fakultät für Rechtswissenschaft Bielefeld, der in seinem Büro mitarbeitet, und er zurzeit die Begründung. Die Frist für die Revision läuft am Montag, 18. September, ab.

Wie berichtet, tötete Armen M. seinen Schwager am 6. August 2016 in einer Autowerkstatt an der Friedrichstädter Straße mit drei Schüssen in den Kopf. Der Angeklagte gestand die Tat. In der Urteilsbegründung räumte der Vorsitzende Richter Jörg Brommann zwar ein, dass die Strafkammer das Motiv nicht ermitteln konnte. Die Umstände der Tat hätten aber gezeigt, dass Armen M. sie heimtückisch beging. Der Richter vermutete, dass weitere Personen beteiligt waren. Wie berichtet, hielten am Jahrestag des Mordes ungefähr 100 Gäste in Büdelsdorf eine Trauerfeier für den Verstorbenen ab. Etwa ebenso viele Polizisten kontrollierten sie, stellten aber weder Ordnungswidrigkeiten noch Straftaten fest.

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