Zukunftsträchtig : Moor-Projekt für die nächsten Generationen

Das Möreler Moor: Bei der geplanten Wiedervernässung des Hochmoors hofft der Aukruger Bund für Natur- und Landschaftsschutz auf Fördermittel.
Das Möreler Moor: Bei der geplanten Wiedervernässung des Hochmoors hofft der Aukruger Bund für Natur- und Landschaftsschutz auf Fördermittel.

Der Aukruger Bund hofft auf Zuschüsse aus dem Förderprogramm des Landes.

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06. März 2014, 06:00 Uhr

Die Wiedervernässung des Möreler Moors ist ein Großprojekt, bei dem der Aukruger Bund für Natur- und Landschaftsschutz auf Fördermittel aus dem Moorschutzprogramm des Landes Schleswig-Holstein hofft. Um an diese Zuschüsse zu gelangen, muss die Stiftung Naturschutz von der Förderwürdigkeit des Vorhabens überzeugt werden und zwar mittels eines Gutachtens.

Ein Experte für die Erstellung dieses Gutachtens ist bereits gefunden. „Es hat dazu eine Ausschreibung gegeben, und Dr. Björn-Henning Rickert war der günstigste Anbieter“, berichtete der 1. Vorsitzende Jörg Rowehl in der Jahresversammlung des Aukruger Bundes, „der Gutachter muss aber erst noch von der Stiftung Naturschutz genehmigt werden, und dann soll das Gutachten bis zum Herbst fertig werden.“

Warum sich das vom Aukruger Bund geplante Projekt auf jeden Fall lohne, das erläuterte Rickert den Vereinsmitgliedern in einem Vortrag über „Moore, Moorschutz und Wiedervernässung“, mit dem die Jahresversammlung begann.

Der Klimaschutz sei ein Hauptmotiv des zu 75 Prozent aus EU-Mitteln finanzierten Moorschutzprogramms des Landes Schleswig-Holstein, sagte Rickert. Der Anteil der Moore an der Gesamtfläche Deutschlands betrage vier Prozent, und in diesen Mooren sei genauso viel Kohlenstoff gespeichert wie in allen deutschen Wäldern zusammengenommen (zehn Prozent der Staatsfläche).

„Das war jetzt für den Vorstand eine Menge Input“, lobte Rowehl den Referenten nach dessen 50-minütigem Vortrag, „für unsere Mitglieder ist nun deutlicher geworden, warum wir die eine oder andere Maßnahme planen.“ Weiterhin sei klar geworden, dass man für derartige Naturschutzprojekte „einen langen Atem“ brauche: „Bei einer Wiedervernässung hat man nicht nach zwei Jahren schon wieder ein intaktes Moor; da müssen wir nicht nur an uns denken, sondern vielmehr an die Generation, die uns nachfolgen.“

Neben dem Möreler Moor, wo der Verein bereits 13,1 Hektar aufgekauft hat, will sich der Aukruger Bund auch wieder verstärkt der Pflege der Arnika-Fläche in Bargfeld widmen. „Da wollen wir aktiv werden und Anfang Juni den Farn ziehen“, kündigte Rowehl an, „und auf dem Neuth in Innien wollen wir die spätblühende amerikanische Traubenkirsche weiter zurückdrängen.“

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