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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 19:30 Uhr

Monstertrucks lassen es krachen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Hell Boy“ und „Car-Killer“ sorgen bei der „Motor-Stuntshow“ in Nortorf für eine Auto-Verschrottung der spektakulären Art

Über Autos und durch brennende Reifen fliegende Motorräder, Zusammenstöße mit durch die Luft wirbelnden Autos und zum Schluss die Zerstörungswut der beiden Monstertrucks „Car-Killer“ und „Hell Boy“: Bei der „Motor-Stuntshow“ in der Nortorfer Fabrikstraße bekam das Publikum gestern spektakuläre Vorführungen geboten. Die Stuntmen der Familie Traber, die zum ersten Mal in der Stadt zu Gast waren, erhielten jede Menge Applaus für ihre waghalsigen Darbietungen.

„Fahren Sie vorsichtig nach Hause!“, riet Moderator Hans-Lutz Traber dem Publikum nach anderthalb Stunden Motor-Stuntshow: „Machen Sie nichts von dem nach, was wir hier vorgeführt haben!“ Die Darbietungen der Stuntmen aus Selfkant (bei Aachen) waren in der Tat so ausgefeilt und waghalsig, dass man sie auf keinen Fall zu Hause oder sonstwo selbst ausprobieren sollte.

Schon in der ersten Hälfte der Show ging es ziemlich feurig zu: Autos fuhren durch brennende Holzwände, Motorräder flogen durch brennende Reifen. Den Schlusspunkt vor der Pause setzten die Motorradfahrer der Familie Traber, indem sie mit Rampenhilfe über nebeneinander aufgereihte Autos hinweg sprangen. Der Weltrekord in dieser Disziplin liegt bei 28 Autos, aber auch Sprünge über sieben Autos – das zeigte sich – sind schon reichlich spektakulär.

In der zweiten Hälfte der Show ging es jeder Menge Autos an den Kragen. Nicolas Traber führte vor, wie man sich mit Hilfe einer Rampe mit dem Auto überschlägt und dann wieder fahrbereit auf den vier Rädern landet. Um zu demonstrieren, dass bei seinem erfolgreichen Stunt Glück keine Rolle spielt, präsentierte er den gleichen Salto dreimal hintereinander. „Jetzt zeigen wir Ihnen, wie man aus einem Auto ein Cabriolet baut“, kündigte Hans-Lutz Traber an – und es folgte ein Frontalcrash, bei dem das Stuntcar die obere Hälfte eines stehenden Autos abrasierte. „Super! Toll! Sensationell!“, befand Hans-Lutz Traber und stellte die beiden Protagonisten der abschließenden Verschrottungsaktion vor: die beiden Monstertrucks „Car-Killer“ (380 PS) und „Hell Boy“ (580 PS). „Auf die Monstertrucks hat mein fünfjähriger Sohn Lasse den ganzen Tag schon gewartet“, erzählte Zuschauer Björn Grünberg aus Krogaspe, nachdem „Car-Killer“ und „Hell Boy“ ganze Arbeit geleistet und vier Autos so platt wie möglich gemacht hatten. „Die Monstertrucks fand er mit Abstand am besten. Da hat er richtig leuchtende Augen bekommen.“ „Das war eine klasse Show, das hat mir sehr gut gefallen“, meinte auch Peter Lau aus Nortorf: „Wenn man nicht in einer großen Stadt wohnt, bekommt man so was Spektakuläres nicht so oft geboten.“ Daher wollte sich Lau das Gastspiel der Stuntmen auch nicht entgehen lassen. „Die Feuershow, die Motorradsprünge und die Autoverschrottung – wir haben bei einigen Stunts ganz schön gestaunt.“

Schon seit 1967 tourt die Familie Traber mit ihrer „Motor-Stuntshow“ durch Deutschland und Europa. Die Idee dazu habe man 1965 aus Mexiko mitgebracht, berichtete Hans-Lutz Traber: „Da waren wir mit unserer Hochseilartistik auf Tournee und einmal auch das Beiprogramm zu einer Motorshow.“ Von 2011 bis 2013 tourten die Traber-Stuntmen in der Sommersaison durch Finnland, seit dem vergangenen Jahr sind sie wieder in Deutschland unterwegs. Am kommenden Sonntag werden „Car-Killer“ und „Hell Boy“ in Ratzeburg auftreten. Aber auch die Hochseilartistik gehört weiterhin zum Repertoire bei der Familie Traber: Beim Weihnachtsmarkt in Wolfsburg zeigen sie eine Hochseilnummer mit Weihnachtsmann und Rentierschlitten.

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