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Wohnprojekt : Mohrhof vereint die Generationen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Ortszentrum von Borgstedt hat die Baugenossenschaft Mittelholstein 13 barrierearme Reihenbungalows gebaut. Die Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Mohrhofs sollen „ein Zuhause für alle Generationen“ sein.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2013 | 07:00 Uhr

Jutta Simson fühlt sich wohl in ihrer neuen Umgebung. Sie gehört zu den Bewohnern, die einen der 13 Reihenbungalows im Wohngebiet „Mohrhof“ in Borgstedt bezogen haben. Mit diesem Wohnprojekt im Ortszentrum hat die Gemeinde Borgstedt ihrem Leitbild von einem Mehrgenerationendorf entsprochen und zusammen mit der Baugenossenschaft Mittelholstein (BGM) einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Daseinsvorsorge vollzogen.

„Eine echte Erfolgsgeschichte“, bewerten Stefan Binder und Wilfried Pahl vom Vorstand der BGM die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und mit Bürgermeister Gero Neidlinger. „Nur durch diese gute Kooperation konnte das Vorhaben so schnell umgesetzt werden“.

Auch der Borgstedter Hans-Jürgen Mohr-Baasch trug seinen Teil zum Gelingen des neuen Mohrhofes bei. Er stellte sein Grundstück und den nicht mehr genutzten landwirtschaftlichen Betrieb zum Verkauf. Durch den Abriss des letzten Bauernhofes im Ort schaffte er den Platz für etwas Neues.

Die Gemeinde begann mit der Suche nach einem Investor: „Alleine hätten wir es nicht geschafft, so ein Vorhaben zu verwirklichen“, erklärt Neidlinger. Nach ersten Gesprächen mit der BGM stand fest, dass die Vorstellungen der Gemeinde weitestgehend umsetzbar waren: „Einige Abstriche bei der Art der Bebauung mussten wir machen, aber das ist in Ordnung so“, findet der Bürgermeister. Im Mai 2012 wurde mit dem Abriss des Hofes begonnen, im Juli dieses Jahres waren die Bauarbeiten abgeschlossen und die ersten Mieter konnten einziehen. Die standen nach Bekanntwerden des Vorhabens quasi Schlange: „Die Nachfrage war sehr groß, die Vermarktung sehr einfach und alle Wohnungen sind belegt. Es gab sogar Kaufinteressenten, aber wir wollten von Anfang an nur vermieten und dadurch den Mietbestand erhöhen“, bestätigt Stefan Binder.

Insgesamt hat die BGM 2,3 Millionen Euro in das Projekt investiert, die Nutzungsgebühr der frei finanzierten Wohnungen liegt bei sieben Euro pro Quadratmeter. Für die Bewohner bestehe lebenslanges Nutzungsrecht, betont Binder. Das Besondere sei die moderne, zukunftsorientierte Bauweise der Bungalows: hohe Räume und Decken mit Oberlicht durch die Pultdachbauweise, offene Einbauküchen, bodentiefe Fenster und großzügig bemessene Terrassen. Die Wohnungen seien alle energiesparend, barrierearm und rollstuhlgerecht, somit für junge Menschen, als auch für Senioren und Menschen mit Behinderungen geeignet.

„Besonders stolz sind wir auf den Innenhof mit Gemeinschaftsplatz, wo die Bewohner sich treffen und gemeinsam feiern können“, denn der Gemeinschaftsgedanke sei der Baugenossenschaft sehr wichtig. Erfreulich sei die altersmäßig gute Durchmischung der Mieter: Die jüngsten Bewohner seien Mitte 20, die ältesten Mieter Mitte 70, bei gut der Hälfte der Bewohner handele es sich um alteingesessene Borgstedter, berichtet Wilfried Pahl. Zu ihnen gehört auch Hans-Jürgen Mohr-Baasch.

„Eine schöne, stimmige Mischung, die gut zur Gemeinde und zur Vision von unserem Mehrgenerationendorf passt“, zeigt sich Gero Neidlinger begeistert.

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