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Landeszeitung

15. Dezember 2017 | 04:13 Uhr

Modeln als Abenteuer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wilhelm Dittjen aus Krogaspe ist einer von zehn Männern, die am Wettbewerb teilnehmen

von
erstellt am 31.Mär.2015 | 10:59 Uhr

„Nach dem Abenteuer ist vor dem Abenteuer“ ist wohl einer der passendsten Leitsätze, die Wilhelm Dittjen über sein bisheriges Leben schreiben könnte. Denn an Herausforderungen fehlte es dem 71-Jährigen bisher nicht – und: „Das wird so bleiben, selbst wenn es mit der Model-Karriere nichts wird“, versichert der Krogasper schmunzelnd.

Unter die attraktivsten zehn Männer, die vor Kurzem von einer Fachjury im s:hz-Druckzentrum ausgewählt wurden, hat es der sportbegeisterte ehemalige Kriminalbeamte jedenfalls geschafft. „Allein davon war ich ja schon überrascht, denn ich bin 20 Jahre älter als der Nächstälteste. Und bei der Präsentation auf dem Laufsteg habe ich auch nicht gerade den Superauftritt hingelegt. Aber natürlich freut es mich, weiter dabei zu sein“, erzählt er frei heraus.

Offen für neue Erfahrungen war Wilhelm Dittjen schon immer. Beruflich zeigte sich dies insbesondere in seiner Zeit als Personenschützer bei der Polizei in Kiel. „Unter anderem habe ich für Gerhard Stoltenberg und Uwe Barschel gearbeitet. Und mit Letzterem konnte man schon einige Abenteuer erleben. Das waren heiße Zeiten“, erinnert er sich gern an damals.

Letztlich beeinflussten seine zahlreichen Begegnungen mit Opfern von Straftaten jedoch auch sein privates Engagement. Seit nahezu 30 Jahren unterstützt Dittjen über die Opferhilfsorganisation Weißer Ring die Geschädigten darin, ihre schrecklichen Erlebnisse zu überwinden. „Das ist eine Arbeit, die mir wirklich am Herzen liegt. Denn ich weiß, dass es für die Opfer oft unmöglich ist, mit ihren Traumata ohne Unterstützung fertig zu werden“, erklärt der Außenstellenleiter der Opferhilfe in Neumünster aus Erfahrung.

Und doch, oder gerade wegen dieser Erfahrungen, ist Wilhelm Dittjen ein durch und durch fröhlicher Mensch. „Ich liebe das Leben, und ich freue mich, in dieser Zeit auf der Welt zu sein“, erklärt er überzeugend. „Ich genieße alles. Bewegung besonders, aber ich koche und esse auch gern. Freunde sind mir wichtig und zurzeit treiben mich auch wieder zahlreiche neue Ideen für mein Leben um“, berichtet der Single-Mann fröhlich im Hinblick auf die Zukunft. In puncto Mode allerdings ist der drahtige Sportler eigen. „Ich war nie modern im Sinne saisonaler Neuheiten. Und ich würde auch auf keinen Fall jede schräge Mode-Idee mitmachen. Aber ich bin an meinem Erscheinungsbild interessiert und picke mir heraus, was zu mir und meinem Stil passt. Deshalb bin ich beim Top-Model-Wettbewerb auch vor allen Dingen wegen des Spaßes an der Sache dabei“, verrät der Anwärter.

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