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Hochglanz: Poyan Gharaeti hat in seinem Golf 2 sogar das Armaturenbrett und das Lenkrad lackiert und trägt Handschuhe, um die empfindlichen Flächen zu schonen.  Fotos: eckhardt (6)
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Hochglanz: Poyan Gharaeti hat in seinem Golf 2 sogar das Armaturenbrett und das Lenkrad lackiert und trägt Handschuhe, um die empfindlichen Flächen zu schonen. Fotos: eckhardt (6)

Corrado Club hatte zu den „24 Stunden von Kleinvollstedt“ eingeladen / 1500 Besucher bestaunten VW-Fahrzeuge

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10. Juni 2018, 12:35 Uhr

Noch im Originalzustand oder aufwendig veredelt, hochglanzpoliert und modifiziert, tiefer gelegt und getuned - am Wochenende hatten Autoenthusiasten wieder einmal viel zu sehen. Fand doch auf einer Koppel in Kleinvollstedt die mittlerweile 13. Auflage der „24 Stunden von Kleinvollstedt“ des Corrado Clubs Schleswig-Holstein statt, die traditionell immer von 10 Uhr Sonnabendvormittag bis 10 Uhr Sonntagvormittag geht.

Einige hundert Teilnehmer aus ganz Deutschland und Dänemark sowie rund 1500 Besucher folgten bei sommerlichen Temperaturen erneut der Einladung des Corrado-Clubs. Doch gerade das Wetter sorgte bereits bei den Vorbereitungen für mehr Aufwand. „Der Platz war so knochentrocken, der musste erst einmal gewässert werden“, erklärte Vorsitzende des Clubs Kay Vogt. Unabhängig davon, dass es extrem gestaubt hätte, wäre die Brandgefahr zu groß gewesen. Die, durch die Anfahrt, heißen Auspuffanlagen hätten gerade bei den tiefer gelegten Fahrzeugen das trockene Gras leicht entzünden können. Rechtzeitige Unterstützung kam da von einem Landwirt, der seinen Güllewagen mit Wasser betankte und den Platz einmal am Vorabend sowie frühmorgens sprengte. „Der hat dabei gute 100 Kubikmeter auf der Koppel verteilt – das reicht“, zeigte sich Vogt erleichtert.

Obwohl der Corrado-Club im letzten Jahr einige Mitglieder einbüßen musste, die aus privaten oder beruflichen Gründen austraten, hat es den harten Kern der Truppe nur noch mehr zusammengeschweißt. Schließlich ist 2018 ein besonderes Jahr. „Der Corrado wurde von 1988 bis 1995 gebaut – damit sind die ersten nun 30 Jahre alt und offiziell Oldtimer“, verriet der Club-Vorsitzende. Dementsprechend wird es jetzt aber auch immer schwerer, Ersatzteile zu bekommen. „Wenn wir uns da nicht gegenseitig unterstützen würden, müssten wir die Teile auf dem Markt einkaufen – und das wird teuer“, ist sich Vogt sicher.

Ob VW, Audi, Seat oder Skoda, es kamen wieder nur Fahrzeuge der Volkswagen-Gruppe auf den Platz. Während einige Autos nur wenig verändert schienen, gab es andere, bei denen die Besitzer richtig Hand angelegt hatte. So auch der VW-Kübelwagen von dem Dänen Luca Plagemann aus Padborg. Er hatte das 1974 gebaute Fahrzeug vor rund 15 Jahren gekauft und dann angefangen ihn Stück für Stück umzubauen. Während der Däne das Fahrzeug hinten um jeweils fünf Zentimeter verbreiterte, hatte er die Frontscheibe um zehn Zentimeter verkürzt. „Dementsprechend mussten das Gestänge für das Verdeck, das Verdeck selber und die Steckfenster neu angefertigt werden“, berichtete Plagemann über die gravierenden Veränderungen.

Sonderanfertigungen sind ebenfalls die Kotflügel, Scheinwerfer und Stoßstangen. „Und da die Frontscheibe nun kleiner ist mussten auch die Scheibenwischer verkleinert werden. Deshalb hat er jetzt drei“, ergänzt Plagemann. Da liegt es dann schon auf der Hand, dass ebenfalls der Motor nicht mehr Original ist. Der ist nun vom VW-Transporter T3, mit „leichten“ Modifikationen. „Wie viel PS der Wagen jetzt hat, weiß ich auch nicht so genau, aber er zieht ganz gut ab“, merkte der dänische Gast mit einem Augenzwinkern an.






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