Aukrug Open Air : Mitreißende Bands

Rock, Pop und Schlager: Der Feuerwehrmusikzug Aukrug eröffnete zum vierten Mal das AOA im Aukruger Freibad.
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Rock, Pop und Schlager: Der Feuerwehrmusikzug Aukrug eröffnete zum vierten Mal das AOA im Aukruger Freibad.

Bei der 13. Auflage des „Aukrug Open Air “ wurde den Besuchern ein vielfältiges Musikprogramm mit Indie-Rock, Ska, Punk, Songwriter-Pop, und Folk geboten. Zwei Bands aus Berlin waren ebenfalls dabei. Auch ein Gewitter konnte die gute Stimmung nicht trüben.

shz.de von
11. Mai 2018, 13:45 Uhr

An manchen Hits kommt man einfach nicht vorbei: Anderthalb Stunden nachdem der örtliche Feuerwehrmusikzug „Seven Nation Army“ von den „White Stripes“ für die Festivalbesucher im Aukruger Freibad gespielt hatte, servierte die Berliner Band „Schurkenstaat“ eine Ska-Version des bei Fußballfans seit der Europameisterschaft 2008 so überaus beliebten Rocksongs. Feuerwehrorchester und „Schurkenstaat“ präsentierten sich in Hochform und sorgten für einen mitreißenden Auftakt zum 13. „Aukrug Open Air“ (AOA).

„Das ist doch echtes Festivalwetter“, meinte „Schurkenstaat“-Sänger Peter Kocanek mit Blick auf den Gewitterschauer, der zu Beginn des 13. AOA über der Aukruger Badeanstalt niederging: „Das ist doch in Wacken auch immer so.“ Was die musikalische Ausrichtung und die Zuschauerzahlen angeht, haben AOA und W:O:A keine Gemeinsamkeiten. Mit einem Programmpunkt allerdings wandelt das AOA auf den Spuren des W:O:A. So wie die „Wacken Firefighters“ das größte Heavy-Metal-Festival der Welt eröffnen, so gibt auch im Aukruger Freibad der heimische Feuerwehrmusikzug seit drei Jahren den musikalischen Startschuss. Dirigent Roland Grote und sein Orchester hatten für ihren AOA-Auftritt ein abwechslungsreiches 45-Minuten-Programm einstudiert – mit Hits unter anderem von „Deep Purple“, den „Pet Shop Boys“, „Santiano“, Gloria Gaynor und Helene Fischer.

Abwechslungsreichtum ist auch das musikalische Credo von Andreas Spörke, der bei der „Aukrug Open Air Eventmanagement GbR“ für das Buchen der Bands zuständig ist. Auch diesmal konnte der Homfelder wieder einen vielfältigen Genre-Mix aus Indie-Rock, Ska, Punk, Songwriter-Pop, Rockabilly, Klezmer und Folk präsentieren.

Spörke ist oft bei Konzerten und Festivals in Berlin und hat dabei allerlei Kontakte in der Musikszene der Hauptstadt geknüpft. Den Ska-Experten von „Schurkenstaat“ hatte er zum Beispiel vor zwei Jahren schon mal einen Auftritt beim „Bobble Cap“-Festival in Aukrug-Böken vermittelt: „Den Bassisten von ‚Schurkenstaat‘ kenne ich aus Berlin.“

Eine andere Hauptstadt-Band – „Vizediktator“ – hatte Spörke vor einem Jahr bei einem „Radio 1“-Sommerfest gehört. „Ich hab gleich Kontakt aufgenommen und sie zu unserem AOA eingeladen“, berichtete Spörke.

Wie die Musiker von „Schurkenstaat“ nahmen nun auch die gerade sehr angesagten Deutschpunkrocker von „Vizediktator“ die 350-Kilometer-Anreise nach Aukrug gern auf sich. „Die Bands freuen sich über jeden Festivalgig, weil die Auftrittsmöglichkeiten für sie immer geringer werden“, weiß Spörke.

Die Ska-Spezialisten von „Schurkenstaat“, die als erste Band die AOA-Bühne enterten, sprühten geradezu vor Spielfreude. Die Berliner hatten passende Hits ausgesucht, um das AOA-Publikum in die richtige Festivalstimmung zu versetzen, nämlich unter anderem „Lonely Boy“ von den „Black Keys“, „Tainted Love“ von „Soft Cell“, „Skandal im Sperrbezirk“ von der „Spider Murphy Gang“ – und „Seven Nation Army“ von den „White Stripes“.

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