A7 bei Rendsburg : Mit Video: Blitzer auf der Rader Hochbrücke – ab Montag wird es ernst

Die High-Tech-Anlagen wurden am 1. September aufgestellt.
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Die High-Tech-Anlagen wurden am 1. September aufgestellt.

Vekehrsminister Reinhard Meyer hat bei einem Ortsbesuch neue Details zur Radarkontrolle bekanntgegeben.

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09. September 2015, 00:45 Uhr

Schacht-Audorf | Zu hohes Tempo wird für Auto- und Lkw-Fahrer auf der Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn 7 ab kommender Woche finanzielle Konsequenzen haben. Am Montag (14. September) werden die vier Blitzer-Säulen nach einer Testphase scharf geschaltet, wie Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Mittwoch bei einem Ortsbesuch ankündigte. Die Blitzer waren am 1. September aufgestellt worden.

Auf der maroden Autobahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg gilt für Lastwagen Tempo 60; Autos dürfen 80 fahren. Die Radarsäulen sollen dazu beitragen, dass sich insbesondere Lastwagen an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten und so das Bauwerk möglichst schonen. Nach Experteneinschätzung hat die Brücke nur noch eine Nutzungsdauer von elf Jahren.

Meyer betonte die Relevanz der Radarkontrollen: „Insbesondere bei den Lkw über 7,5 Tonnen ist die Einhaltung des geltenden Überholverbots und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h für den Erhalt der Brücke elementar.“ Dadurch würden die Schwingungen verringert und die Fahrbahnplatte entlastet. Auch Pkw, für die bei normalen Windverhältnissen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gilt, werden ab Montag kontrolliert. Meyer: „Die installierten Geräte sind in der Lage, automatisch zwischen Lkw und Pkw zu unterscheiden – das ermöglicht eine umfassende Kontrolle.“ Die Auswertung der Bilder und die Ahndung der Verstöße werden von der Landespolizei übernommen.

Die vier Blitzer-Säulen waren Ende August von einer Spezialfirma aus Nordrhein-Westfalen aufgestellt worden. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 250.000 Euro.

Autofahrer müssen sich aber nicht nur auf Blitzer einstellen. Meyer wies darauf hin, dass es ab dem 21. September für vier Tage zwischen 9 und 15 Uhr zu Verkehrseinschränkungen kommen kann. Grund ist eine erneute Überprüfung des Zustands der Brücke. Dafür soll eine Unterflur-Besichtigungsbühne eingesetzt werden. Mit abschließenden Ergebnissen der Überprüfung ist voraussichtlich im November zu rechnen. 

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