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Landeszeitung

18. August 2017 | 18:41 Uhr

Mit neuer Strategie an die EU-Töpfe

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Aktiv-Region Hügelland am Ostseestrand setzt Schwerpunkte für die neue Förderperiode 2014 bis 2020

Die Ladenzeile in Altenholz-Stift, der Masterplan Hüttener Berge oder der Fitnessparcours um den Wittensee – alles Projekte, die mit Fördergeldern der Europäischen Union (EU) seit 2007 realisiert wurden. 22 Aktiv-Regionen in Schleswig-Holstein, eine mehr als zuvor, wollen auch in den nächsten sieben Jahren mit Geld aus Brüssel den ländlichen Raum attraktiver gestalten. Insgesamt 63 Millionen Euro, also knapp drei Millionen Euro pro Region, stehen zur Verfügung.

Die Mitgliederversammlung der Aktiv-Region Hügelland am Ostseestrand hat am Donnerstagabend im „Schützenhof“ ihre Entwicklungsstrategie einstimmig beschlossen. Zuvor war es die Regionalkonferenz, denen der Vorsitzende der Aktiv-Region, Matthias Meins, und Regionalmanager Dr. Thomas Kuhn die Strategie detailliert erläuterten und die anschließend ebenfalls dem Regionalmanagement eine gute Arbeit bescheinigte. Schwerpunkt der zukünftigen Entwicklung stellt der Bereich „Wachstum und Innovation“ unter anderem mit dem Schwerpunkt nachhaltiger Tourismus dar. Hier werden 46 Prozent der knapp drei Millionen Euro angesetzt. Im Bereich Daseinsvorsorge weitere 30 Prozent, 24 Prozent fallen auf den Bereich Bildung, fünf Prozent auf Klimawandel und Energie und auf das Regionalmanagement 14 Prozent.

Mit ihrer Entwicklungsstrategie möchte die Aktiv-Region für ihre zusammen knapp 72 000 Einwohner in den Ämtern Hüttener Berge, Dänischenhagen, Dänischer Wohld sowie in den Gemeinden Altenholz, Windeby, Goosefeld und Altenhof eine hohe Lebensqualität sicherstellen, Gesundheitsangebote und eine umfassende Nahversorgung erhalten, das Unterkunftsangebot verbessern, regionale Wirtschaft fördern, Bildungsangebote ausbauen und den Klimaschutz als Zukunftsaufgabe voranbringen. „Voraussetzung für eine Förderung ist die Sicherung der Kofinanzierung des Projektes“, betonte Matthias Meins ein wichtiges Kriterium bei der Förderzusage. Die Förderquote steht fest: Sie liegt bei öffentlichen Projektträgern bei 55 Prozent und ist mit 100 000 Euro gedeckelt, andere Träger erhalten 45 Prozent, maximal 50 000 Euro. Sollten es aber herausragende Projekte sein, so könnten weitere Fördertöpfe angezapft werden, für die der Mindestzuschuss bereits 100 000 Euro beträgt, so Dieter Kuhn.

Der Vorstand der Aktiv-Region bedient sich eines Punktesystems, um die vorgestellten Projekte zu beurteilen und gegeneinander abzuwägen. Bis zu 20 Punkte werden abhängig von der Wirkung des Projektes verteilt.

Matthias Krasa vom Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte, wies in der Diskussion daraufhin, dass ihm die Barrierefreiheit in den Entwicklungszielen zu kurz komme. Krasa, Berater in Schwedeneck, bat darum, dass bei Projektvorstellungen Fachleute des Behindertenverbands einen Blick auf Zeichnungen und Pläne werfen könnten, um auf eventuelle Mängel hinzuweisen.

Dem Vorstand gehören mit dem neuen Förderzeitraum elf Mitglieder an, fünf kommunale Vertreter und neuerdings sechs statt bislang fünf so genannte Wirtschafts- und Sozialpartner. Nach dem Ausscheiden von Carola Sieh-Petersen aus Bünsdorf wurde die ehemalige Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf aus Sehestedt neu in den Vorstand gewählt, ebenso wie Dr. Telse Stoy von der Heimatgemeinschaft.

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erstellt am 12.Sep.2014 | 14:37 Uhr

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