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Winterdienst : Mit modernster Technik gegen glatte Straßen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neues Streufahrzeug im Einsatz. Jetzt kommt Sole auf die Straßen. Auch Privatleute müssen sich ums Streuen kümmern.

Schnee und Glätte sorgen seit Wochen für Rutschpartien auf Straßen und Gehwegen. Die Räumfahrzeuge vom Umwelt- und Technikhof (UTH) sind fast täglich im Einsatz und auch die Hausbesitzer müssen ran an Schneeschieber und Streusalz. Doch nicht alle Bürger halten sich an die gesetzlichen Vorgaben. Sechs Anzeigen wegen fehlender Räumungsarbeiten sind beim Ordnungsamt in Rendsburg in diesem Winter bisher eingegangen.

Meist melden sich die Beschwerdeführer telefonisch, um auf vereiste Wege aufmerksam zu machen, berichtet Ordnungsamtsleiter Matthias Galow. Dann schickt die Stadt einen Mitarbeiter, um sich von der Situation selbst ein Bild zu machen. Schließlich könnte es auch nur ein verärgerter Nachbar sein, der einen Mitbürger anschwärzen will, so der Leiter. Bei zwei der sechs Beschwerden sei die Anzeige tatsächlich nicht gerechtfertigt gewesen.

In den übrigen Fällen musste gehandelt werden. Telefonisch machte das Ordnungsamt auf die Situation aufmerksam. „Wenn wir die Personen nicht erreichen, kann es passieren, dass wir vor der Tür stehen“, so Galow. Es muss schnell gehen, schließlich ist die Sicherheit gefährdet, ein Brief würde zu lange dauern. Meist zeigten sich die Betroffenen laut Galow einsichtig. Am Telefon hieß es oft: „Ich wollte sowieso gerade streuen.“ In den seltensten Fällen komme es zu Auseinandersetzungen mit dem Amt. Als letzte Möglichkeit schickt die Stadt einen Mitarbeiter zum Räumen raus. Die Kosten muss dann natürlich der Bewohner tragen. Das sei aber schon seit Langem nicht mehr vorgekommen, so der Ordnungsamtsleiter.

Die sechs Anzeigen in diesem Winter seien kein ungewöhnlicher Wert. „Meist bewege sich die Anzahl der Beschwerden in diesem Bereich“, sagt Galow.

Wenn es um öffentliche Straßen geht, sind die Mitarbeiter des UTH gefragt. Mit einem neuen Streufahrzeug können sie seit Januar auch Sole – eine flüssige Kochsalzlösung – auf die Straßen bringen. Der Vorteil: „Sole wirkt schneller und länger als gewöhnliches Streusalz“, so Niels Faust, Leiter des UTH. Deshalb werde es vorrangig auf den Hauptstraßen verwendet, ergänzt Axel Bock, stellvertretender Betriebsleiter. Ein weiterer Pluspunkt: Das moderne Fahrzeug spart Geld. Man benötige im Gegensatz zu den beiden älteren Modellen des UTH nur ein Drittel Salz. Optisch unterscheidet sich das 55  000 Euro teure Fahrzeug durch einen gelben Tank, der 4000 Liter Sole fassen kann. Im Norden sei dieses Modell nach Angaben des Herstellers einmalig. Das nächste befinde sich in Hannover.

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