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Landeszeitung

23. August 2017 | 06:55 Uhr

Hohenwestedt : Mit „Herby“ zum Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hohenwestedter Schülerinnen sichern sich den zweiten Platz im bundesweiten Wettbewerb für Modell-Solarautos.

„Herby“ heißt das Solarauto Marke Eigenbau, mit dem Ellen Sira Sohrt und Lara-Sophie Wegener (beide 13 Jahre) von der „Schule Hohe Geest“ (SHG) beim Bundeswettbewerb der Solarmodellfahrzeuge in Karlsruhe für Furore sorgten. Der 145 Gramm leichte „Herby“ schaffte im Halbfinale die schnellste Zeit des Wettkampfs, musste sich im Finale aber knapp einer „Black Widow“ aus Emden geschlagen geben. Ellen Sira Sohrt (aus Ehndorf) und Lara-Sophie Wegener (Wasbek) wurden somit deutsche Vizemeister in der Ultraleichtklasse der Solarmobile von Schülern der Klassen 4 bis 8.

„Vier Monate haben wir an Herby herumgetüftelt“, sagt Ellen Sira Sohrt über den Solarflitzer, den sie zusammen mit Lara-Sophie Wegener konstruiert hat. Der „Herby“, mit dem die beiden SHG-Siebtklässlerinnen jetzt in Karlsruhe den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb der Solarmodellfahrzeuge errangen, ist um einiges ausgefeilter als der „Herby“, mit dem die beiden am 21. Juni beim „Schleswig-Holstein Solarcup“ Landessieger wurden. Was man schon aus „Herbys“ Zeiten auf der jeweils zweimal zehn Meter langen Rennstrecke (inklusive Wende) ersehen kann. Bei den schleswig-holsteinischen Meisterschaften konnte „Herby“ die Konkurrenz mit Zeiten um zehn Sekunden locker in Schach halten, beim Bundeswettbewerb blieb der Flitzer konstant unter sieben Sekunden.

Dass die Schülerinnen im heimischen Garten zu Trainingszwecken eine Rennstrecke wie bei den Solar-Meisterschaften aufbauten, ist ein Beispiel für die ebenso selbständige wie ehrgeizige Vorbereitung der beiden 13-Jährigen. Seit 2014 fährt SHG-Lehrer Bastian Dietl mit Sechstklässlern zum Solarcup nach Glücksburg. Selbständiges Arbeiten ist von den Organisatoren erwünscht. „Die Schüler bekommen von den Veranstaltern nur einen Bausatz mit Solarzellen und Motor und müssen den Rest selbst konstruieren“, erklärt Dietl. Für den Solarcup 2015 bildete Ellen Sohrt dann mit Lara-Sophie Wegener ein erfolgreiches Team. Das Solarauto der Ehndorferin und der Wasbekerin war das schnellste Modell in der Ultraleichtklasse der Gruppe A (Schüler der 4. bis 8. Klasse). Der Lohn für die beiden Konstrukteurinnen: der „Solarcup“-Landesmeisterpokal und 80 Euro Preisgeld. „Anfang August hatten wir unsere Eltern davon überzeugt, dass wir beim Bundeswettbewerb in Karlsruhe an den Start gehen müssen“, erzählt Ellen. „Die beiden haben sich über jedes Detail ihres Autos viele Gedanken gemacht, denn jedes Gramm kann ja den Ausschlag geben“, weiß Dietl, „da ist echte Ingenieurskunst gefragt.“ Die Umstellung des Chassis von Holz auf Styropor reduzierte das Gewicht erheblich. Beim Solarmobil-Bundeswettbewerb in Karlsruhe hatte es ein nur noch 145 Gramm leichter „Herby“ in der Ultraleichtklasse A mit 23 Konkurrenten zu tun. Es gab drei Wettkampfbahnen à 20 Meter, die in jeder Wettkampfrunde absolviert werden musste. Erst im Finale wurde „Herby“ mit 6,89 Sekunden gestoppt – und das bedeutete Platz 2 hinter der „Black Widow“ (6,53 Sekunden) aus Emden und vor „HSC Enterprise“ (7,73 Sekunden) aus Kassel. Die deutsche Vizemeisterschaft wurde mit einer Urkunde und 150 Euro belohnt. „Nächstes Jahr wollen wir es wieder probieren“, kündigt Ellen an, „da wollen wir das Team aus Emden angreifen, das nun schon sechs Mal in Folge gewonnen hat.“

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erstellt am 18.Nov.2015 | 18:00 Uhr

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