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Handball-SH-Liga : Mit Flexibilität und neuer Abwehr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg überzeugt beim 38:28-Heimsieg gegen Tills Löwen auf ganzer Linie.

von
erstellt am 14.Sep.2015 | 05:15 Uhr

Es war wahrlich nur ein ganz kleines Haar, das Volker Paul nach der Schlusssirene in der Suppe fand. „Eigentlich wollten wir unter 25 Gegentore bleiben. Das ist uns leider nicht ganz gelungen“, sagte der Trainer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Zuvor hatte seine Mannschaft gegen die HSG Tills Löwen mit einem souveränen 38:28 (19:11)-Sieg einen perfekten Saisonstart in die Handball-SH-Liga gefeiert.

Zu keinem Zeitpunkt der Partie habe er das Gefühl gehabt, dass der Gegner seinem Team ernsthaft gefährlich werden könnte. Schon in den Anfangsminuten legten die Gastgeber durch erfolgreiche Gegenstöße den Grundstein zum späteren Erfolg. Nach nur neun Minuten war Pauls Truppe bereits mit 9:3 enteilt. Bis zur Mitte der Halbzeit konnten die Löwen den Rückstand allerdings in Grenzen halten (15:11). Oder besser gesagt, die Westerrönfelder ließen sie. „Da hatten wir ein paar individuelle Fehler zu viel drin, ansonsten hätten wir uns schon früher deutlicher absetzen können“, sagte Paul. Die 19:11-Halbzeitführung ließ dennoch kaum Zweifel an einem klaren Heimerfolg.

Pauls Mannschaft überzeugte mit einer großen Flexibilität in allen Bereichen. Ob in personeller oder taktischer Hinsicht präsentierte sich der Vizemeister der Vorsaison sehr variabel. Insbesondere mit der neuen Abwehrformation war der Coach zufrieden. „Uns fehlt ein erfahrener Kreisläufer und auch die beiden zentralen Deckungsspieler sind somit nicht mehr da. Aber wie die Jungs die 3:2:1-Abwehr gespielt haben, war schon aller Ehren wert.“ Ein System, das bei so manchem langjährigen Beobachter Erstaunen hervorgerufen haben dürfte. „Das ist in Westerrönfeld ja eine kleine Revolution“, ergänzte Paul, durfte sich aber bestätigt mit dieser Umstellung der Defensive fühlen.

Der Variantenreichtum fand in der Offensive der Gastgeber seine Fortsetzung. Routinier Jens-Christian Woldt beispielsweise glänzte nicht nur als Spielmacher und Schütze auf Halblinks, sondern kam in der Schlussphase über die Außenposition zu Treffern. In genau dieser sorgten auch zahlreiche Wechsel dafür, dass Pauls Ziel von unter 25 Gegentreffern nicht erreicht wurde. „Wir haben den jungen Spielern Einsatzzeit gegeben. Die ist wichtig für sie, weil wir die Jungs im Verlauf der Saison noch brauchen werden“, erklärte Paul, der voller Vorfreude auf das kommende Duell mit dem Top-Favoriten HSG Nordsee blickt – ein erster Härtetest. Mit einer Leistung wie gegen Tills Löwen ist die HSG alles andere als chancenlos. „Dieser überzeugende Start war wichtig. Auch um zu zeigen, dass die bittere vergangene Saison endgültig abgehakt ist.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Treziak, Tietjen – Sawitzki (1), Pieper (9), Petriesas (5), Woldt (11/5), Hornig, Ranft (7), Hartwig, Bünger, Kohnagel, Reick (3), Walder (2), Oviedo.

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