Mit eisernem Willen stets aktiv geblieben

Ließ es sich nicht nehmen, jeden Gast zu begrüßen: Martha Jarstorff. Foto: Iversen
Ließ es sich nicht nehmen, jeden Gast zu begrüßen: Martha Jarstorff. Foto: Iversen

Martha Jarstorff feierte im Seniorenstift Kappeln ihren 105. Geburtstag. Bis 1993 hat die Jubilarin viele Jahrzehnte in Rendsburg gelebt. Auch im hohen Alter macht ihr die Teilnahme an den Spielnachmittagen noch viel Freude.

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30. März 2009, 09:59 Uhr

Kappeln | Die Schar der Gratulanten schien kein Ende zu nehmen. Viele wollten im Seniorenstift dabei sein, als Kappelns älteste Einwohnerin ihren 105. Geburtstag feierte. Etwa 60 Gäste waren erschienen, um Martha Jarstorff zu ihrem Geburtstag zu gratulieren. "Auch die ganze Familie ist gekommen", freute sich die Jubilarin. Tipps, wie man so alt wird, konnte sie nicht geben. "Das ist mir selbst ein Rätsel. Ich habe kein Rezept dafür, wenn ich das wüsste, würde ich es bekannt geben", so Jarstorff.

Ihr einzig noch lebender Sohn Hans-Jürgen Jarstorff verriet, dass er seiner Mutter auf der Geburtstagskarte geschrieben habe, es seien ihr eiserner Wille und ihr Gesundheitsbewusstsein, die ihr dieses lange Leben ermöglicht hätten. "Sie war immer sehr aktiv", so Hans-Jürgen Jarstorff. So sei sie früher viel gewandert, habe viel getanzt und gekegelt. Nach wie vor spielt die Jubilarin gerne mit ihren Mitbewohnerinnen Elfriede Francke und Emilie Volkmann Rommé und nimmt einmal in der Woche am Spielenachmittag im Haus teil.

Geboren in Brachenfeld bei Neumünster, hat Martha Jarstorff 60 Jahre in Rendsburg gelebt, bevor sie 1993 nach Kappeln kam. Hier war sie Mitbegründerin der Freien Alten- und Nachbarschaftshilfe Kappeln (Franka). Gepflegt wird sie vor allem von ihrer Schwiegertochter Gisela Windmann, die auch die Geburtstagsfeier organisierte. Denn neben Sektempfang und Mittagessen sowie vielen Reden gab es musikalische Beiträge vom Posaunenchor sowie von der Flötengruppe der evangelischen Kirche und vom Hauschor des Seniorenstifts.

Ebenfalls musikalisch wurde es, als Bürgermeister Roman Feodoria die Jubilarin hoch leben ließ. "105 Jahre, das wird man nur einmal im Leben", so der Bürgermeister. Bürgervorsteher Jürgen Seemann sagte, dass er sich immer freut, wenn er Martha Jarstorff sieht. "Sie sind ja immer noch auf der Straße unterwegs, wenn auch nicht mehr so schnell, dass Sie uns allen weglaufen." Seemann überbrachte auch Glückwünsche des Kreispräsidenten und des Landrats sowie eine Urkunde des Ministerpräsidenten. "Sie sehen, es haben alle an Sie gedacht." Seemann kündigte an, auch beim nächsten Geburtstag von Jarstorff dabei zu sein. "Schließlich haben Sie mir beim 100. Geburtstag gesagt, dass Sie 106 Jahre werden wollen."

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