Nindorf bei Landeswettbewerb Spitze : Mit einem Sieg in die Zukunft

Siegerehrung: Ministerpräsident Daniel Günther, Jurychefin Helga Klindt und Bürgermeister Jens Rohwer (rechts). Fotos: H.-J. Kühl
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Siegerehrung: Ministerpräsident Daniel Günther, Jurychefin Helga Klindt und Bürgermeister Jens Rohwer (rechts). Fotos: H.-J. Kühl

Ministerpräsident lobt Gemeinschaft und Infrastruktur. Kurios: Unter den „Top 10“ waren elf Dörfer.

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07. September 2018, 14:34 Uhr

Ministerpräsident Daniel Günther hat die Gemeinde Nindorf als Sieger des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet. Gestern Nachmittag um 17 Uhr überreichte Günther die Siegerplakette an Bürgermeister Jens Rohwer. Wegen der vielen nahezu ebenbürtigen Bewerbungen hatte die Wettbewerbsjury diesmal elf „Top 10“-Plätze vergeben – und alle elf für die Endrunde qualifizierten Gemeinden wurden mit Plaketten belohnt.

„Herzlichen Glückwunsch Nindorf! Ihr Dorf hat Zukunft – das haben Sie jetzt schwarz auf weiß!“, sagte Daniel Günther, als er gestern Nachmittag im achteckigen Saal des Nindorfer Dörpshuus‘ ans Rednerpult trat. Dass „ausgerechnet die mit 591 Einwohnern kleinste Gemeinde in der Endrunde den großen Titel geholt hat“, fand der Ministerpräsident bemerkenswert. „Die Gemeinde Nindorf besticht mit einer generationsübergreifenden, gelebten Dorfgemeinschaft, für die eine zeitgemäße Infrastruktur vorhanden ist – gleichzeitig wird die dörfliche Baukultur bewahrt und gepflegt“, erklärte Günther. Mit „zeitgemäßer Infrastruktur“ meinte der Regierungs-Chef insbesondere das Glasfasernetz der Gemeindewerke Hohenwestedt, an das die Nindorfer bereits seit 2014 angeschlossen sind. „Es gibt Städte über 200 000 Einwohner, die nicht über eine so gute Breitbandanbindung verfügen wie Sie“, stellte Günther fest. „Sie können ja noch weiter kommen“, bemerkte der Ministerpräsident mit Blick auf den Bundeswettbewerb 2019, für den sich die Nindorfer als Landessieger qualifiziert haben: „Sie werden unser Land Schleswig-Holstein bundesweit präsentieren – und da wünschen wir Ihnen, dass Sie auch da Erfolg haben und uns alle stolz machen.“

Die Siegergemeinde erhält eine Landes-Projektförderung in Höhe von 10 000 Euro, die sie mit 2500 Euro kofinanzieren muss. Bürgermeister Jens Rohwer und seine Mitstreiter wissen auch schon genau, wofür sie die Fördermittel einsetzen wollen: für ein Energieverbundsystem im Ortszentrum, an das eine geplante Mehrgenerationen-Wohnanlage, das Dorfgemeinschaftshaus, das Haus der Vereine sowie privaten Wohneinheiten angeschlossen werden sollen.

21 Gemeinden hatten sich am Landeswettbewerb beteiligt. Wegen der vielen hervorragenden Bewerbungen habe man sich nach einer ersten Bewertungsrunde entschieden, dass erstmals „elf Dörfer in die Top 10 kommen“, berichtete Jurychefin Helga Klindt von der Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins. „Das ist auch ein Alleinstellungsmerkmal unseres Bundeslandes, dass bei uns elf Teilnehmer in die Top 10 kommen“, kommentierte Günther augenzwinkernd.

Hinter Nindorf belegten die Gemeinden Treia (Platz 2, Kreis Schleswig-Flensburg, 1533 Einwohner) und Brokstedt (Platz 3, Kreis Steinburg, 2046 Einwohner) die Podiumsränge. Auch die übrigen acht Gemeinden der Endrunde wurden mit Plaketten ausgezeichnet: Bäk (Kreis Herzogtum Lauenburg, 901 Einwohner), Bargfeld-Stegen (Kreis Stormarn, 2937 Einwohner, kein Vertreter bei der Siegerehrung anwesend), Borgstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde, 1570 Einwohner), Kirchbarkau (Kreis Plön, 813 Einwohner), Klixbüll (Kreis Nordfriesland, 978 Einwohner), Schmalfeld (Kreis Segeberg, 1950 Einwohner), Sehestedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde, 842 Einwohner) und Westerhorn (Kreis Pinneberg, 1336 Einwohner). Klixbüll erhielt außerdem den erstmals ausgeschriebenen Sonderpreis der IHK Schleswig-Holstein und der Handwerkskammer Schleswig-Holstein.

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