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Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule : Mit dem Paten ins Museum oder in die Werkstatt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Diakonische Werk hat ein neues Projekt entwickelt, um Schülern zu helfen. Dafür sind nun Ehrenamtliche gefragt.

Hilfe bei Hausaufgaben, Tipps zur Berufswahl, Begleitung zu Kultur- oder Sportveranstaltungen: Das sind mögliche Tätigkeiten der „Bildungspaten“, die ab sofort für Mädchen und Jungen der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule gesucht werden. Die Schule mit ihren beiden Standorten in Todenbüttel und Hanerau-Hademarschen dient als Pilotschule eines neuen Projekts unter dem Motto „Bildungspaten – gemeinsam ein Stück des Weges gehen“. Entwickelt wurde das Projekt vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde.

Mit ihrem Bildungspaten-Konzept hat die Diakonie eine Ausschreibung für Jugendhilfe-Projekte gewonnen, welche der Jugendhilfeausschuss des Kreistags initiiert hatte. „Wir haben Projektideen für neue Wege in der Jugendhilfe gesucht“, erklärte der Ausschussvorsitzende Otto Griefnow gestern bei der Präsentation des Bildungspaten-Programms, „das ausgewählte Projekt wird nun zwei Jahre lang mit jeweils 10 000 Euro pro Jahr aus Landesmitteln gefördert.“ „Wir wollen mit den Bildungspaten ein individuelles Angebot schaffen, das möglichst viele Jugendliche anspricht“, erläuterte Katrin Lawrenz vom Diakonie-Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familie. „Wir haben hier in der Region bei den Bürgermeistern überall guten Zuspruch für unser Projekt erhalten“, berichtete Diakonie-Fachbereichsleiterin Monika Wegener.

„Es werden Bildungspaten für ältere Kinder gesucht, denn ein Hauptthema bei dem Projekt ist die Berufsorientierung“, stellte Schulleiterin Heike Brunkert fest. Der ehrenamtliche Bildungspate kann seinen Schützling auf vielfältige Weise unterstützen: durch Hilfe bei den Hausaufgaben, gemeinsame Büchereibesuche, Tipps bei der Berufswahl oder gezieltes Bewerbungstraining. „Man kann auch gern an Angebote andocken, die schon da sind“, ergänzte Katrin Lawrenz. „Wenn die Eltern keine Zeit haben, könnte der Pate den Jugendlichen zum Beispiel zum Fußballtraining begleiten.“ Heike Brunkert kann sich „gemeinsame Museumsbesuche“ von Pate und Patenkind vorstellen. „Wenn jemand Handwerker ist, könnte er sein Patenkind einmal pro Woche in seine Werkstatt zum Mithelfen einladen“, vermerkte Monika Wegener, „es geht um Bildung im weitesten Sinne.“

Heike Brunkert deutete die gesellschaftlichen Entwicklungen an, auf die das neue Projekt reagiert. „Wenn die Eltern zum Beispiel nicht so viel Zeit haben, um mit ihrem Kind zur Berufsberatung zu gehen, und wenn auch kein Familienverband drum herum existiert, der solche Aufgaben übernehmen kann, dann könnten die Bildungspaten eine gute Hilfe für die Kinder sein“, sagte die Schulleiterin.

„Durch dieses Projekt erzielt man einen Doppeleffekt: Man akquiriert Ehrenamtliche, und man kann Kindern und Jugendlichen eine kostengünstige Hilfe zuteil werden lassen“, lobte Griefnow das Bildungspaten-Konzept des Diakonischen Werks.

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