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Tischtennis-Verbandsoberliga : Mit dänischer Hilfe zum ersehnten Klassenerhalt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Fockbeker Herren retten sich am letzten Spieltag, nicht zuletzt dank der Qualitäten von Marc Kynde-Nielsen.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 15:00 Uhr

Das „Nichtabstiegs-Bier“ musste erst einmal warten. Nachdem die Herren des SV Fockbek durch einen überraschenden 9:1-Erfolg über den Tabellenzweiten TSV Brunsbüttel letzte Zweifel am Klassenerhalt in der Tischtennis-Verbandsoberliga beseitigt hatten, wurde zunächst nur mit Wasser angestoßen. Denn zum Abschluss der Saison stand eine Stunde nach dem Coup über Brunsbüttel noch die Partie gegen den Spitzenreiter SV Rostock Süd auf dem Programm. „Es spricht eben für die Spieler, dass sie auch dieses Match voll konzentriert angehen wollten“, sagt Fockbeks Trainer Veli Erdogan zur Disziplin seiner Schützlinge. Zwar gab es mit 4:9 die erwartete Niederlage gegen das beste Team der Liga, doch das tat der guten Laune im Fockbeker Lager keinen Abbruch. Und endlich durften Carsten Walter und Co. auch zu den Kaltgetränken greifen und den Klassenerhalt feiern.

„Dass wir das geschafft haben, ist eine Riesenleistung“, sagt Erdogan. Denn lange Zeit sah es nicht danach aus. Vor allem im oberen Paarkreuz konnten die Fockbeker in der ersten Saisonhälfte zu selten Punkte holen und verloren dadurch viele Spiele. Doch mit der Verpflichtung von Marc Kynde-Nielsen zur Rückrunde wurde es besser. Der dänische Jugend-Nationalspieler spielte fortan an Nummer 1, Carsten Walter rückte auf die 2 und Martin Raatz ins untere Paarkreuz. „Das war unsere Rettung. Ohne Marc wären wir abgestiegen“, glaubt Erdogan, der über Umwege Kynde-Nielsen für sein Team gewinnen konnte. Denn ursprünglich wollte der Däne gemeinsam mit seinem Landsmann Emil Madsen in der Oberliga für die ebenfalls von Erdogan trainierte FT Eiche Kiel spielen. „Doch wir hatten unsere Mannschaft schon voll. Marc ist dann wieder nach Dänemark zurückgegangen, wo er für den Nationaltrainer in Kopenhagen ein Sportinternat besuchen und für einen Erstligisten spielen sollte“, erzählt Erdogan. Aber der bodenständige Kynde-Nielsen wollte das Elternhaus in der Nähe von Aarhus nicht verlassen, so dass er vorerst ohne Verein war. Erdogan nahm im Winter vergangenen Jahres dann Kontakt zu dem 16-jährigen Blondschopf auf und überredete ihn, für den Verbandsoberligisten an die Platte zu gehen.

„Es macht Spaß hier“, sagt Kynde-Nielsen, der per Zug zu den Spielen anreist oder im Auto von Madsen mitgenommen wird, wenn der zeitgleich für Kiel spielt. Erdogan: „Ich denke, dass beide Seiten davon profitieren. Marc kann sich bei uns weiter entwickeln und wir haben einen Topspieler.“ Ob das Talent auch in der kommenden Saison das Fockbeker Trikot trägt, entscheidet sich in den nächsten Wochen. „Marc will natürlich höher spielen“, verrät Erdogan.

Auf das „Nichtabstiegs-Bier“ mit den Mannschaftskollegen musste Kynde-Nielsen übrigens verzichten. Nachdem der Klassenerhalt perfekt war, verzichtete er auf einen Einsatz im letzten Spiel gegen Rostock. Stattdessen ging es sofort zurück nach Dänemark: Der Schüler musste für eine wichtige Klassenarbeit lernen.

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