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Mit Blaulicht und Sirenen in die Flitterwochen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Feuerwehr bereitet Hochzeitspaar einen besonderen Empfang / 80 Jahre altes Löschfahrzeug als Brautauto

Ein Feuerwehrauto als Hochzeitskutsche – das erlebt nicht jedes Ehepaar. Claudia und Hartmut Schwertfeger hatten dieses Glück. Sie gaben sich gestern im Alten Rathaus das Ja-Wort und wurden draußen von den Kameraden des frisch gebackenen Ehemannes überrascht. Die Rendsburger Feuerwehr mobilisierte für diesen Anlass einen 80 Jahre alten roten Heuler.

„Das ist das einzig noch existierende Feuerwehrauto dieser Art in ganz Deutschland“, sagte Feuerwehrmann Rainer Wagner: „Der historische Mercedes hat einen Krieg überstanden, ist aber immer noch fahrtüchtig und nach der Restauration sogar durch den TÜV gekommen.“ Nun komme das Fahrzeug der Feuerwehr Rendsburg nur noch zu besonderen Ereignissen zum Einsatz.

14 Feuerwehrmänner und -frauen standen in voller Montur am Altstädter Markt Spalier und empfingen das Ehepaar. Mit vollgepumpten Wasserschläuchen bildeten sie eine Spirale, durch die das Paar hindurchgehen sollte. „Es ist Tradition, unsere Kameraden bei ihrer Hochzeit in Empfang zu nehmen“, sagte der stellvertretende Wehrführer Jens Schnittka. Und dann wird auch nach ihren Regeln gespielt: Anstelle eines einfachen Bandes musste gleich ein dicker Löschschlauch zerschnitten werden – darin war Claudia Schwertfeger nicht zu schlagen. Ein weiteres Spiel stellte die Kommunikation und das blinde Vertrauen des Ehepaares auf die Probe. Unter Anleitung des Bräutigams sollte die Braut mit verbundenen Augen und mithilfe des Wasserstrahls Tennisbälle von Verkehrspylonen schießen. Das ist zwar nicht gelungen, aber das zielsichere Ablöschen soll ja schließlich ihr Ehemann beherrschen. Erst dann konnten die Korken knallen und der Durst gelöscht werden.

Anschließend stieg das Paar in den geschmückten Feuerwehrwagen, während zwei Löschgruppenfahrzeuge auch die weitere Hochzeitsgesellschaft zum Niederen Arsenal beförderten. Die bekannten Dosen am Hochzeitsauto waren dadurch nicht mehr nötig – statt schepperndes Blech sorgten Blaulicht und Sirenen für Aufsehen. Und die „bösen Geister“ wurden damit sicher noch wirksamer vertrieben.

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