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Landeszeitung

21. September 2017 | 12:44 Uhr

Mit „Beppo“ im Ruhstand

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Wir als Förster dürfen einen relativ kleinen Abschnitt eines großen Zeitraums begleiten“, sagt Manfred Neuenfeldt mit Blick auf seine 40-jährige Amtszeit als Leiter der Försterei Haale, die am 30. April endet. In der Chronik der Försterei findet sich kein „Holzvogt“, der länger im Amt war als Neuenfeldt. Gleichwohl sind seine 40 Dienstjahre „nicht einmal ein Drittel des Lebensalters eines Baumes.“

Neuenfeldt begann seine forstliche Ausbildung 1965 in der Försterei Elsdorf des Forstamtes Rendsburg. Von 1966 bis 1968 besuchte der gebürtige Bad Segeberger die Forstschule in Niedersachsen. Als Revierförsteranwärter kam Neuenfeldt 1968 erstmals nach Haale, wo er vor und nach seinem Grundwehrdienst jeweils ein halbes Jahr eingesetzt wurde. „Die Vielseitigkeit der Försterei hier hat mir damals imponiert“, erinnert sich Neuenfeldt, „außerdem habe ich mich hier in den Dörfern sehr wohl gefühlt und viele freundschaftliche Kontakte geknüpft.“ Gerade mal 25 Jahre alt war Neuenfeldt, als er am 1. März 1974 die Leitung der Försterei Haale übernahm.

Der Beginn seiner Amtszeit stand ganz im Zeichen der arbeitsintensiven Beseitigung von Sturmschäden. Gern hatte der Revierleiter Referendare und Praktikanten bei sich zu Gast: „So war man immer auf dem neuesten Stand der Bildungsstätten; das hat mich wissensmäßig sehr bereichert.“ Neuenfeldt war als Mitglied von Arbeitsgruppen an der Konzeption neuer Richtlinien sowie Betriebsanweisungen für Waldbau und Jagd in den Landesforsten beteiligt. Im Bund deutscher Forstleute engagierte er sich als Landesgruppenleiter, im Landesvorstand und als Ortsvereinsvorsitzender von Rendsburg (1997-2012), beim Verein für Deutsche Wachtelhunde fungierte er als Verbandsrichter, stellvertretender Landesgruppenvorsitzender und Zuchtwart.

Als Hobbylandwirt züchtete Neuenfeldt Galloways, Shorthorn-Rinder, Pferde, Geflügel und Bienen.

Im vergangenen Jahr hat Neuenfeldt die Försterei Haale gekauft, die er nun als Ruheständler renovieren will: „Da geht man jetzt schon mal gezielter in die Baumärkte.“ „Ich hatte das Glück, 40 Jahre der mehrere Jahrhunderte langen Geschichte der Försterei auf bleibende Weise mitgestalten zu dürfen; das gibt einem enorm viel“, bilanziert Neuenfeldt, „ich hoffe, man ist mit mir zufrieden.“

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