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Tischtennis : Mit 68 Jahren den Traum vom WM-Start erfüllt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Helmut Bustorf vom Rendsburger TSV feierte bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften der Senioren im spanischen Alicante seine Premiere. Der 68-Jährige ging im Einzel und Doppel in der Klasse Ü65 an den Start.

Einmal an einer Tischtennis-Weltmeisterschaft teilnehmen – das war der lang gehegte Wunsch von Helmut Bustorf. Der 68-Jährige, der seit 33 Jahren den Posten des Tischtennis-Abteilungsleiters im Rendsburger TSV bekleidet, hat sich den Traum erfüllt. Bei der Senioren-WM (Ü40 bis Ü90) im spanischen Alicante feierte Bustorf seine Premiere bei den interkontinentalen Titelkämpfen. „Das war für mich ein unvergessliches Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken und dem Kennenlernen interessanter Menschen aus anderen Ländern. Es hat mir aber auch gezeigt, dass weltweit im Tischtennis nur mit Wasser gekocht wird. Spieler, die in jungen Jahren einmal sehr gut waren, sind das auch heute noch“, berichtet Bustorf.

Eine sportliche Qualifikation für die Weltmeisterschaften, bei der in diesem Jahr 4585 Aktive aus 80 Nationen an die Platte gingen, ist nicht erforderlich. Jeder kann teilnehmen. „Das mindert aber keinesfalls die Qualität einer WM. Was die Chinesen und Japaner noch drauf haben, ist ganz stark. Sie haben eine enorme Sicherheit in den Grundschlägen und sind sehr schnell“, sagt Bustorf. Der Rendsburger startete bei den Ü65 im Einzel und im Doppel an der Seite von Heikki Sool (Estland). Seinen Doppelpartner hatte Bustorf 2008 bei den Rendsburger Jugendspielen kennen gelernt. Beide spielten schon 2013 bei der EM in Bremen zusammen.

Die sportliche Bilanz von Bustorf bei dessen WM-Premiere kann sich durchaus sehen lassen. Im Einzel und Doppel wurde er jeweils Gruppendritter. In der Trostrunde schaffte es Bustorf bis unter die Top 32. Im Doppel war für das Duo Bustorf/Sool in der Trostrunde bereits nach dem ersten Spiel Schluss. Das Fazit fiel dennoch positiv aus. Bustorf: „Der Reiz ist, dass man auf schlagbare, aber auch weitaus stärkere Gegner trifft. Das allein ist schon den Aufwand und die Kosten wert.“ Allein für die Startgebühr waren 150 Euro fällig. Hinzu kamen der Flug, die Unterkunft, die er sich zusammen mit Claus-Peter Weigand und Thomas Heinrichs vom SV Brügge teilte, die Verpflegung und ein Mietauto. Bustorf: „Die Kosten beliefen sich auf knapp 800 Euro pro Person. Zuschüsse gab es nicht. Es musste alles aus eigener Tasche bezahlt werden.“

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