Mit 122 „Kikerikis“ zum Sieg

Bester Starter der Gastgeber: Arno Fröhlichs New Hampshire-Hahn schaffte immerhin 46 Kikerikis und Platz 5 bei den Großhühnern.
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Bester Starter der Gastgeber: Arno Fröhlichs New Hampshire-Hahn schaffte immerhin 46 Kikerikis und Platz 5 bei den Großhühnern.

Hähne-Wettkrähen in Beldorf: Die Kleinen erfolgreicher als die Großen

shz.de von
19. Mai 2015, 14:30 Uhr

122 Kikerikis in einer Stunde: Mit dieser beachtlichen Leistung sicherte sich ein Deutscher Langschan-Hahn den Gesamtsieg beim Wettkrähen in Beldorf. Dass es sich bei dem siegreichen Dauerkräher um den Vertreter einer Zwerghahnrasse handelt, ist kein Zufall. Meint zumindest ein Experte wie Ernst-Günter Freundt aus Erfde. „Die Kleinen krähen mehr als die Großen“, weiß Freundt, der den Futterpreis für den neuen Champion mit nach Hause nehmen durfte. Der Erfder hatte sich den erfolgreichen Langschan-Hahn für das Wettkrähen in Beldorf von seinem Zuchtkollegen Rolf Kruse aus Tellingstedt ausgeliehen. Bei der Auswahl des Hahns hatte Freundt den richtigen Riecher bewiesen, denn der Langschan-Schreihals hielt seine Stallkumpane aus Tellingstedt locker auf Distanz: die schwarzen Australorps-Zwerge von Rolf Kruse brachten es auf 104 und 94 Kikerikis und mussten mit den Plätzen 2 und 3 in der Zwergen-Kategorie Vorlieb nehmen. Die drittbeste Kräh-Leistung schaffte mit 102 Kikerikis der Sieger in der Urzwerge-Klasse: ein Holländischer Zwerghahn von Winfried Lange aus Buchholz in Dithmarschen.

Bei den Großhühnern triumphierte mit 70 Kikerikis ein absoluter Wettkampfneuling: ein Deutscher Sperber aus Haale. „Das ist ein prima Event“, lobte dessen Besitzer Norbert Klose das Hähnewettkrähen. Die beste Platzierung für den gastgebenden Zuchtverein erzielte ein New Hampshire-Hahn aus der Zucht von Arno Fröhlich: 46 Kikerikis reichten für Platz 5 bei den Großhühnern. Die Holländischen Weißhauben und weißen Wyandotten von RGZV-Chef Kurt-Alwin Thomsen tauchten diesmal nicht auf den vorderen Plätzen auf. Kein Grund für den Grünentaler, sich oder seinem Federvieh Vorwürfe zu machen. „Da gibt’s keine Tricks bei der Vorbereitung, das Krähen kann man nicht beeinflussen, das ist alles Tüdelkram“, sagte Thomsen, „entweder die Hähne wollen krähen – oder eben nicht.“ Beim beliebten Tippspiel sagten diesmal gleich drei Teilnehmer die 122 Kikerikis des Siegerhahns voraus: Beldorfs Bürgermeister Günter Kaschwich, Ingeborg Paulsen und Annemarie Voß.

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