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Mit 101 Jahren noch interessiert an der Stadt und der Welt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 11:54 Uhr

Einen solch hohen Geburtstag können nur wenige Menschen feiern. Heute wird Ferdinand Kossack 101 Jahre alt. Geboren wurde der Jubilar weit ab von Rendsburg, wo er 1951 ein Pelzgeschäft eröffnete – nämlich in Prenzlau in der Uckermark.

Sein späterer Beruf ist ihm gewissermaßen in die Wiege gelegt worden, denn sowohl der Urgroßvater als auch der Vater waren Kürschner. „Im Pelzgeschäft lief alles wie von selbst, aber wir haben auch viel gearbeitet“, erinnert sich der Kürschnermeister an die erfolgreiche Zeit bis 1977. Dann verkaufte er seinen Betrieb. Den Kontakt zu seinen insgesamt zwanzig Lehrlingen hat er aufrecht erhalten.

Im Ruhestand standen Reisen in ferne Länder für Ferdinand Kossack im Mittelpunkt. „Ich war praktisch überall“, blickt er zurück. Ein alter Globus in seinem Arbeitszimmer zeigt Markierungen von Asien über Australien bis nach Amerika. Nach einer Augenerkrankung vor neunzehn Jahren ist Ferdinand Kossack erblindet. Für das, was in der Welt passiert, interessiert er sich aber weiterhin. Regelmäßig lässt er sich Hörbücher aus der Blinden-Bücherei schicken. Reiseberichte und die Biografien von „großen Männern und Frauen“ sind dabei seine Lieblingsthemen.

Ferdinand Kossack ist seit sieben Jahren verwitwet, aber er lebt noch immer in seiner eigenen Wohnung. „Ich werde zu Hause gut betreut und möchte nicht in ein Heim.“ Zu seiner Betreuung gehört auch, dass ihm jeden Morgen zum Frühstück aus der Landeszeitung vorgelesen wird. Am meisten interessiert den Jubilar der Lokalteil. „Ich will wissen, was in Rendsburg passiert.“

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