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Missbrauchs-Prozess gegen Schwimmlehrer fortgesetzt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2013 | 00:35 Uhr

Der Missbrauchs-Prozess gegen einen ehemaligen Olympia-Schwimmtrainer wurde gestern mit der erneuten Anhörung des mutmaßlichen Opfers fortgesetzt. Die Öffentlichkeit wurde für die Dauer der Vernehmung der heute 25-Jährigen ausgeschlossen, um die Persönlichkeitsinteressen des Angeklagten zu wahren. Der Prozess war im ersten Anlauf vor einem Jahr geplatzt. Er muss neu aufgerollt werden.

Der 41-Jährige Ex-Olympia-Trainer ist wegen Missbrauch einer Schutzbefohlenen angeklagt. Demnach verging er sich in 18 Fällen an der von ihm seit dem 12. Lebensjahr trainierten jungen Sportlerin – das erste Mal bei einem Trainingsurlaub auf Kreta, da war sie 16 Jahre alt. Die Übergriffe sollen sich gegen ihren Willen gesteigert und 2006 geendet haben. Die junge Frau erstattete 2009 Strafanzeige. Sie ist Nebenklägerin in dem Verfahren.

Die 25-Jährige war bereits im ersten Prozess stundenlang befragt worden. Damals hatte das Gericht nach zehn Verhandlungstagen überraschend dem Antrag der Verteidigung stattgegeben, ein Glaubwürdigkeitsurteil zu ihren Aussagen einzuholen. Jetzt wird sie bei ihrer Vernehmung auch von einem Opferbeistand begleitet. „Sie muss gesundheitlich und psychisch unterstützt werden“, sagte die Vorsitzende Richterin Elisabeth Bellmann zu der Belastung der jungen Frau und der Fürsorgepflicht des Gerichtes.

Der Angeklagte will weiter schweigen. Das Verfahren soll am 9. September fortgesetzt werden. Das Gericht will an jedem Verhandlungstag neu entscheiden, ob die Öffentlichkeit zugelassen wird oder nicht.

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