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Nortorf : Mischling erobert Herzen im Sturm

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nortorfer Klarwerk-Mitarbeiter kümmern sich liebevoll um einen Fundhund. Der gut erzogene Mischling wartet auf sein Herrchen oder neue Besitzer.

Er gibt Pfötchen, macht Sitz und Platz aufs Wort, läuft leinenlos bei Fuß durch die Gegend und zeigt sich verschmust gegenüber Menschen – dennoch will ihn keiner haben. Vor gut zwei Wochen wurde der Fundhund in Warder aufgegriffen. Seitdem kümmern sich die Klärwerk-Mitarbeiter liebevoll um den Vierbeiner.

Auf dem Bauhofgelände ist der schwarze Rüde in einem Zwinger untergebracht. Normalerweise würde für ihn nun der Weg ins Tierheim anstehen. „Aber das bringen wir nicht übers Herz“, erklärt Margret Rohwer, zuständige Mitarbeiterin im Ordnungsamt. Der Hund sei einfach zu lieb, man habe sich entschieden, noch eine Weile zu warten. „Und außerdem hat er es derzeit sehr gut. Die Mitarbeiter des Klärwerks sind unglaublich tierliebe Menschen“, schwärmt die Beamtin.

Einer von ihnen ist Michael Schabert. Mehrmals täglich schnappt er sich den Hund und läuft mit ihm großzügige Runden. „Der braucht Auslauf. Der ist noch ganz jung und fit“, so Schabert. Eigentlich habe er im Gegensatz zu den anderen Mitarbeitern gar nicht so viel mit Tieren am Hut. „Einer meiner Kollege ist ein Tierfreund vor dem Herrn, ich eher weniger“, berichtet Schabert. „Aber mir geht das natürlich auch sehr nahe. Vor allem, wenn wir so einen tollen Hund haben, wie es momentan der Fall ist.“

Es komme nicht oft vor, dass ein Hund nicht abgeholt werde. Häufig meldeten sich die Besitzer schnell, wenn sie ihren Hund vermissen. Andere Hunde hingehen seien so verwahrlost, dass davon ausgegangen werden könne, dass der Hund bewusst ausgesetzt worden sei. Beim schwarz-weißen Mix aus Schäferhund und Labrador hingegen gebe es keine Anzeichen von Verwahrlosung. Glänzendes Fell, gesunde Statur, gesunde Zähne, wohl erzogen – der Vierbeiner macht einen fitten Eindruck und wurde von einer Tierärztin untersucht.

Schabert würde den Vierbeiner am liebsten selbst mit nach Hause nehmen. „Aber ich weiß, dass ich keine Zeit dafür habe.“ So versucht er möglichst Abstand zu halten. „Sonst geht mir das zu nah ans Herz, wenn er uns verlässt.“ Er und seine Kollegen hoffen auf ein neues liebevolles Zuhause für die treue Seele und Schabert verspricht: „Er ist einfach der perfekte Hund.“

Wer dem verschmusten Vierbeiner ein neues Zuhause geben möchte, oder wer den Besitzer kennt, kann sich bei Margret Rohwer, Telefon 0 43 92/40 11 14 melden.

 

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erstellt am 28.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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