„Sommertour“ : Minister-Besuch auf der NordArt

Kunstfreunde unter sich: Inga Aru, Karin Prien, Johanna Ahlmann und Hans-Julius Ahlmann (von links).
Kunstfreunde unter sich: Inga Aru, Karin Prien, Johanna Ahlmann und Hans-Julius Ahlmann (von links).

Karin Prien lobt Engagement der Familie Ahlmann. Land habe „Nachholbedarf“ bei der Kulturförderung.

shz.de von
05. August 2018, 18:04 Uhr

Rendsburg | Zum Auftakt ihrer „Sommertour“ besuchte die Kulturministerin Karin Prien gestern die Kunstausstellung „NordArt“ in Büdelsdorf.

Wolfgang Gramm, zusammen mit seiner Ehefrau Inga Aru Kurator der Ausstellung, berichtete der Ministerin, dass es jährlich rund 4000 Bewerbungen von Künstlern aus 100 Ländern gebe, von denen etwa 200 ausgewählt würden. Die Zahlen hätten sich in der 20-jährigen Geschichte der NordArt entwickelt und seien inzwischen stabil.

Gramm erklärte weiter, dass es in jedem Jahr einen Länderschwerpunkt bei der Ausstellung gebe. Daraus habe sich ein Netzwerk zu Künstlern und Kulturministerien weltweit entwickelt. Der Unternehmer und Kunstmäzen Hans-Julius Ahlmann und seine Ehefrau Johanna ermöglichen die NordArt durch ihr Engagement und „einen größeren sechsstelligen Betrag jährlich“. „Es dürfte in Deutschland einmalig sein, dass Privatleute eine solche Ausstellung auf die Beine stellen“, meinte die Ministerin lobend. „Man kann sein Geld für Schlechteres ausgeben.“

Prien räumte ein, dass das Land finanziell zu wenig für Kultur tue. Aber die Aussichten verbesserten sich. Es wachse die Erkenntnis, welche Bedeutung Kunst und Kultur für die Identität hätten. „Das Land muss sich mehr engagieren, es besteht großer Nachhholbedarf“, betonte die Kulturministerin.

Wolfgang Gramm machte deutlich, dass die NordArt kein Museum sei. „Wir sind ein Non-Profit-Unternehmen, wir bekommen keine Provisionen, wenn ein Künstler ein Werk verkauft.“ Hans-Julius Ahlmann freute sich über den steigenden Bekanntheitsgrad der NordArt, die auch durch die wechselnden Länderschwerpunkte gefördert werde. „Als Israel der Schwerpunkt war, hat das Kunstmagazin ‚Art Market‘ einen 60-seitigen Bericht über die NordArt gebracht.“ Die Ausstellung werde zum „Baustein der Welt“, so Ahlmann.

Bei einem Rundgang durch die Ausstellungshalle zeigte sich Karin Prien „zutiefst beeindruckt.“ „Die NordArt ist ein wunderbares kulturelles Aushängeschild für Schleswig-Holstein“, betonte die Ministerin.

Anschließend besuchte sie die an den Ausstellungspark angrenzende ACO-Thormannhalle. Seit 2011 ist dort in jedem Jahr auch die Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) zu Hause. Die Ministerin war Gast einer Probe mit dem Dirigenten Krzysztof Urbanski.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen